SV-Aktion: Meisen im Kampf gegen Eichenprozessionsspinner

Jetzt für das nächste Jahr vorsorgen ist die Devise der aktuellen Schülervertretungs-Aktion. Die Jugendlichen hängten Anfang Juni zusammen mit dem Fachobmann Biologie, Ralph Hüls, 20 Meisenkästen in die Bäume auf dem Schulgelände.

In den Vogelkästen sollen Meisen nisten und nach der Vorstellung  der SV einen Beitrag zur biologischen Bekämpfung des  Eichenprozessionsspinners leisten, der auch am Rand des Schulgeländes sein Unwesen treibt. Die Giftraupe hat in den ersten beiden Larvenstadien noch keine Brennhaare ausgebildet, weiß Biologe Hüls. Da sie Anfang April, wenn die Meisen erstmals brüten, schlüpfen, hofft er, dass die Vögel die Larven dann fressen. Doch sicher sei es nicht. In den späteren Larvenstadien könnten nur noch Kuckuck, Pirol, Wiedehopf oder die Schlupfwespe als Fressfeinde tätig werden. Und die seien hier in Bramsche zu selten zu finden.

Die SV ist sich einig, sie wollen die Bekämpfung der Giftraupe mit Meisen ausprobieren, auch wenn es für dieses Jahr dafür zu spät sei.  „Eigentlich wollten wir das bereits zu Anfang des Frühjahrs erledigen“, erzählt Jannis „aber zunächst fanden wir keinen Termin und dann kam Corona dazwischen und die Kästen lagerten im Biologieraum.“

Am Mittwoch nun wurden sie fachmännisch mit Alu-Nägeln an die Bäume auf dem Schulgelände montiert, „damit auch die Bäume keinen Schaden nehmen“. Auch auf Abstand zwischen den neuen und den bereits vorhandenen Kästen im Greselius-Biotop wurde geachtet, denn die Vögel sind territoriale Tiere und lieben es nicht, sich mit Artgenossen um Futter streiten zu müssen.
Die  Eichen am Straßenrand blieben bei dieser Aktion kastenfrei: Hier haben sich bereits Eichenprozessionsspinner angesiedelt und warten darauf, abgesaugt zu werden.

(Rita Cremering)

 

 

 

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