Die Welle im Treppehaus-Theater

Viele kennen das Stück, seit den 60er Jahren hat es seinen festen Platz im Schultheater. Was macht das Stück zum Dauerbrenner?
Es beschäftigt sich mit der Frage, wieso Menschen sich zu Gruppen zusammenschließen, um andere auszuschließen. Es beschäftigt sich mit der Frage, warum Menschen wider besseren Wissens alles den Zielen der Gruppe unterordnen, auch ihre Menschlichkeit, auch ihr Gewissen. Es beschäftigt sich mit der Frage, ob die Menschen heute merken würden, dass sie faschistische Ziele verfolgen.
Während unserer Arbeit am Stück mussten wir immer wieder feststellen, dass diese Fragen aktueller sind, als es uns lieb ist. Wir sahen zum Beispiel, dass es wieder Menschen gibt, die jüdische Mitbürger in ihren Synagogen angreifen, dass es Abgeordnete gibt, die Holocaust-Opfern jeglichen Respekt verweigern, dass einer Partei auf dem Weg zur Macht demokratische Grundgedanken nur noch im Wege sind.  Die Liste der nicht nur, aber im Wesentlichen rechtsextrem motivierten Vorfälle, die auf Hass und Verachtung beruhen, ist lang. Auch Mord ist kein Tabu.
Den Schauspieler*innen ist es nicht leichtgefallen, sich in die Rolle der „Täter“ zu versetzen.  Doch der Wunsch, verstehen zu können, was Menschen dazu bringt, z. B. rechtspopulistischen Gruppen oder Parteien zu folgen, hat uns angetrieben sowie der Wunsch Denkanstöße zu geben und Farbe zu bekennen.

Freier Eintritt

(S. Neudorf)

Plakat Die Welle

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Autor:
Greselius-Gymn…
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