Schulschachturnier 2020 in Osnabrück: Leart Pukaj unser Bester

Schulschachturnier 2020 in Osnabrück: Leart Pukaj bester Spieler des Greselius-Gymnasiums Bramsche

An den Schulschachunterbezirksmeisterschaftswettkämpfen im Haus der Jugend in Osnabrück haben wie seit 14 Jahren auch 2020 Schülerinnen und Schüler des GGB teilgenommen. (Der lange Fachausdruck mit 48 Buchstaben wurde früher in den Teilnehmer- und Siegerurkunden verwendet.)

Am 28.01.2020 keine „Ergebniskrise“ wie beim VfL: Am 10.02.2020 wurde für den Bericht über die erneuten Misserfolg des VfL in den Bramscher Nachrichten und in der NOZ eine nachdenklich stimmende Überschrift gewählt: „Ergebniskrise oder Abstiegskampf? VfL blickt nach 0:1 gegen Nürnberg nach unten.“ Im Gegensatz dazu sprachen am 28.01.2020 die beiden Schülerinnen und die zehn Schüler nach den Schachwettkämpfen nicht von einer Ergebniskrise sondern von Spaß und Teamgeist sowie von der Überraschung des Tages: Leart aus der 7a war bester Spieler der Bramscher.  

Leart Pukaj war mit viereinhalb Punkten bei sieben Runden 2020 der beste Schachspieler des GGB. Er hatte gegen vier Spieler anderer Schulen gesiegt und gegen einen unentschieden gespielt. Sein jüngerer Bruder Lorent meinte dazu auf der Heimfahrt in der Nordwestbahn: „Das ist eine Ehre für unsere Familie!“ Zweitbester Spieler (Silber) wurde mit vier Punkten Justus Vonstrohe. Den dritten Rang (Bronze) erreichten Nils Von der Heide und Jonas Kühl mit dreieinhalb Punkten. Auf den vierten Rang kamen Mert Polat, Nick Jünger und Julius Artschwager. Lorent Pukaj erreichte Rang fünf und Julius Zühlke und Eymen Sadic kamen auf Platz sechs.

Die besten Schachspieler der letzten fünf Jahre:
2019 wurden mit fünf Brettpunkten (bei sechs Runden) Nils Von der Heide und Julius Zühlke Erste und, hätte es Medaillien gegeben, Gewinner der Goldmedaillen.
2018 war Anton Rese auf dem ersten Platz , 2017 Marcel Klimczak, 2016 Jonas Brüggemann und 2015 Janis Funke.

Bramsche 1 vor dem Carolinum: Fünf Schüler bildeten die Mannschaft Bramsche 1: Nils Von der Heide, Julius Artschwager, Julius Zühlke, Jonas Kühl und Lorent Pukaj. Nach der Totalniederlage im Auftaktspiel gegen den Turnierdritten Hasbergen 1 behaupteten sie sich aber gegen Bad Iburg 2, Hasbergen 2 und Hasbergen 3 siegreich. Gegen Bad Iburg 1 gab es quasi ein Unentschieden. In den Partien gegen Bad Iburg 1 holte Bramsche 1 zwei Mannschaftspunkte, gegen Carolinum leider nur einen.  In der letzten der sieben Runden gegen den Turnierzweiten EMA 1 war leider kein Punkt zu gewinnen. In der Gesamtwertung erreichte Bramsche 1 trotzdem den 10. Platz. Damit liegt das Team im Mittelfeld der Tabelle und vor dem Carolinum, das früher fast immer einen Pokal für einen der ersten drei Plätze mitnehmen konnte.

Bramsche 2 gleich hinter dem Carolinum: In der Mannschaft Bramsche 2 spielten Justus Vonstrohe, Nick Jünger, Eymen Sadic, Leart Pukaj und Mert Polat in der Auftaktrunde mit vier Mannschaftspunkten absolut erfolgreich gegen Hasbergen 2. Ebenfalls vier Punkte durch „spielfrei in der sechsten Runde“ konnten verbucht werden. In der zweiten Runde gegen den Turniersieger GSG (Graf-Stauffenberg-Gymnasium) und in der fünften gegen Bad Iburg 1 wurde dagegen kein einziger Punkt erreicht. Gegen Bad Iburg 2 wurden in der dritten Runde anderthalb Punkte erkämpft und EMA 3 in der vierten Runde ein Punkt abgetrotzt. Der Sieg mit drei Mannschaftschaftspunkten gegen Quakenbrück 2 in der siebten Runde so gegen 13.45 Uhr und die vier Punkte in der spielfreien sechsten Runde katapultierten Bramsche 2 vom vorletzten achzehnten Platz auf den zwölften. Immer wieder wurde in den vergangen Jahren von der „ÜMG-Formel“ als Chance der Schachteams aus Bramsche gesprochen. Die Abkürzung bedeutet „Überraschung, Mut, Glück“. Mut und etwas Glück hatten die Spieler von Bramsche 2. Die Überraschung gab es in der auch in diesem Jahr reklamierten Endwertung: Die frühere Schach-Hochburg Carolium liegt nur einen Platz vor den Bramschern.

Von 09.15 bis 13.45 Uhr Wettkämpfe mit Unterstützung durch Begleiter: Neben dem Taktiklehrer der Schach-AG Rainer Anthonsen und dem AG-Leiter Detlef Neumann, beide zum letzten Mal im Einsatz für die Schach-AG, fuhren auch zwei Schülerinnen mit nach Osnabrück: Lara Bischof, die in den vergangen drei Jahren bei den Wettkämpfen stets zweite oder dritte Plätze erreicht hatte, und Melinda Scuric. Beide Mädchen hätten mit zwei anderen gerne in ihrer Wettkampfgruppe an den Unterbezirksmeisterschaften teilgenommen. Die zwei anderen hatten es sich aber anders überlegt.

Rainer Anthonsen und Detlef Neumann: „Es wäre mehr drin gewesen!“ Ähnlich vorsichtig wie VfL-Trainer Daniel Thioune im erwähnten Bericht über die 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg analysierten der Taktiklehrer und der Leiter der Schach-AG in der Woche nach den Wettkämpfen mit den Wettkampfteilnehmern Einsatz, Konzentration und Erfolg. Die Teilnehmer stimmten schließlich der Einschätzung der Begleiter zu: „Es wäre mehr drin gewesen!“

Reaktionen auf den Erfolg von Leart Pukaj: Wie schon gesagt, sprach sein Bruder Lorent von „Ehre für die Familie“. Learts Mitschülerinnen und Mitschüler in der 7a sind wie die Mannschaftsbegleiter stolz auf ihn. Und seine Klassenlehrerin, Beate Birkemeyer, meinte strahlend: „Ich freue mich wirklich sehr über seinen Erfolg! Dass Leart im Schach so gut ist, wird viele in Kollegium und Schülerschaft wundern. Wie schön!“

(Detlef Neumann)

 

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Greselius-Gymn…
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