Zurück nach Hause

Arrivederci, Toskana! Hallo, Bramsche! Die fast 700 Toskana-Reisenden des Greselius-Gymnasiums sind mit vielen Eindrücken im Gepäck wohlbehalten in die Heimat zurückgekehrt.

Aber, was war das für ein Erlebnis. Mehrere Hundert Schüler, Lehrer und Begleitpersonen hatten sich vor etwas mehr als einer Woche gemeinsam auf den Weg nach Italien gemachr. Mit 16 Bussen waren die Greselianer schließlich in ihrem Camp in Figline e Incisa Valdarno eingetroffen und bezogen Bungalows, in denen bis zu sechs Personen Platz hatten. 

Organisiert und betreut wurde die Fahrt von der Firma Höffmann-Touristik aus Vechta.Zum Betreuerteam der Reiseleiterinnen Kathrin Plohr und Simone Sürig gehörten 15 weitere junge Frauen und Männer, die sich quasi rund um die Uhr um die Kinder und Jugendlichen aus Bramsche kümmerten und jederzeit Ansprechpartner -  auch für das Lehrerkollegium - waren. Auch ein Arzt und zwei Krankenschwestern begleiteten die Gruppe.

Nach rund 20 Stunden Fahrt waren die Schüler auf dem Campingplatz angekommen und hatten zunächst etwas Zeit, um die großzügige Anlage mit ihren Pools, Restaurants, Bars, Shops, Spiel- und Sportanlagen und den Supermarkt zu erkunden. Bei 27 Grad und Sonnenschein war natürlich die Poolanlage mit wunderschönem Blick auf die Toskana-Landschaft besonders gefragt. 

Abends gab es stets ein abwechslungsreiches Abendessen, später freute sich die Reisegruppe über ein täglich wechselndes Nachtmahl: Mal war es Currywurst, mal Pizza. Zum Abschluss gab es einen leckeren Schokoladenkuchen, eine Überraschung des engagierten Küchenteams.

Dieses bestand neben Chefin Anna Zarychta aus insgesamt acht Köchen, Köchinnen und Küchenhilfen sowie Techniker Norbert, der sich außerdem um die Einkäufe und Organisation kümmerte. In zwei Backöfen und vier Kesseln bereiteten sie jeden Tag Frühstück, Nachmittagssnack, Abendessen und Nachtmahlzeit zu. In Zahlen waren das 1000 Brötchen, 70 Liter Rührei, je fünf kg Wurst und Käse, zehn Liter Marmelade, 20 Gläser Nutella, 60 kg Nudeln und 40 Liter Milch - um nur ein paar Beispiele zu nennen. Zudem standen den Urlaubern aus Bramsche täglich unbegrenzt Mineralwasser, Kaffee und Tee zur Verfügung.  

Auch der begleitende Arzt, Dr. Andreas Faber, konnte am Ende der Reise Zahlen nennen: Zwischen zwölf und 15 Patienten waren mit verschiedensten Verletzungen oder Erkrankungen  täglich zu ihm gekommen. Ein Bänderriss, gleich am ersten Tag, zählte zu den schwersten Verletzungen. Ansonsten galt es, einige Quetschungen und Prellungen, Zerrungen, Schürfwunden, allergische Reaktionen auf Mückenstiche, Kopf- und Bauchschmerzen - sowie manchmal auch ein bisschen Heimweh - zu versorgen. Zita Fischer und Sandra Fisse unterstützten als Krankenschwestern den Mediziner. Sie versorgten den ein oder anderen Patienten auch unterwegs während der Ausflüge in die verschiedenen Städte der Toskana.

"Eine rundum gelungene Reise", befand Schulleiterin Barbara Bolz."Ich würde solch eine Schulfahrt jederzeit wieder machen", fügte sie hinzu. Natürlich habe man aber auch gelernt. Das Eine oder Andere würden sie und ihre Mitstreiter beim nächsten Mal vielleicht etwas anders organisieren. "Zum Beispiel würden wir ein paar Gehhilfen und viel mehr Verbandsmaterial mitnehmen", war sich hier Klaus Wahlbrink als stellvertretender Schulleiter und Arzt Faber einig. Aber auch vor Ort in Italien hatten sich alle Probleme mit etwas mehr oder weniger Aufwand lösen lassen. 

Vor der Heimreise durfte natürlich am letzten Toskana-Abend die große Abschlussparty nicht fehlen. Auf dem Busparkplatz versammelte sich zudem die gesamte Schüler- und Lehrerschaft. Es gab ein Quiz, das die Schüler mit 3:0 für sich entscheiden konnten. Dass die Lehrer hier fast unlösbare Fragen gestellt bekamen, war selbstverständlich beabsichtigt und trug zur Erheiterung bei. Vitalina Popp und Johanna Sommer aus der Klasse 6d boten schließlich eine eigene Hip-Hop-Choreographie dar und erhielten neben großem Applaus für ihren Auftritt lange "Zugabe"-Rufe aus allen Jahrgängen.

Für sein großes Engagement wurde auch Anselm Uphues gelobt, er erhielt von seinen Mitschülern ein kleines Geschenk. Ebenso wurde dem Arzt- Schwestern-Team mit einer Aufmerksamkeit gedankt. Schulleiterin Bolz bedankte sich herzlich bei allen Höffmann-Mitarbeitern für eine hervorragende Organisation und die intensive Betreuung. 

Zum Finale sangen alle Reisenden gemeinsam - begleitet von Benjamin Schmidt-Rhaesa auf der Gitarre - das Geselius-Lied, das eigens für die Fahrt geschrieben worden war. Nach der Melodie von Reinhard Meys "Über den Wolken" hieß es im Refrain, "Greselius gen Süden, in der Toskana wird's wunderbar sein. Schöne Städte, tolles Wetter, sagt man." Dass dieses nicht nur ein frommer Wunsch, sondern Tatsache war, konnten alle, die mitgefahren waren, bestätigen.

Im eher regnerischen Bramsche angekommen (nach einem rund zwanzigstündigen Bustransfer), wurden die Toskana-Reisenden zu ihrer großen Freude mit Plakaten und großem Jubel von Angehörigen und einigen daheim gebliebenen Mitschülern begrüßt.

(Yvonne Sommer)

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Greselius-Gymn…
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