Das Seminarfach von Frau Leonard und Herrn Denneberg überquert in den nächsten Tagen zu Fuß die Alpen. Sie starteten Freitagmorgen (2.10.26). Per Bahn ging es an den Tegernsee. Frau Leonard informiert uns:
1. Etappe:
„Nach der Einkehr im Brauhaus Tegernsee ging es für uns weiter entlang des Seeufers nach Rottach-Egern. Entlang der Rottach und durch die Weissach bahnten wir uns unseren Weg flussaufwärts bis Scharling.“
2. Etappe
„Wir starteten am Samstag von Scharling entlang der Weissach zum historischen Wildbad Kreuth. Von dort führte ein Steig durch einen Buchenmischwald in viele Almgelände. Entlang eines sanften Bergrückens und später durch Latschen erreichten wir den Bayrisch– Tiroler Grenzkamm, markiert mit einem alten Schild. Man sah von der Ebene nördlich des Tegernsees bis zu den Zillertaler Alpen. Nach der Einkehr auf der urigen Blaubergalm (1600m) wanderten wir durch das Jagdgebiet der habsburgischen Kaiser bis Achental. Am Ende standen über 25 km und 1800 Höhenmeter auf der Uhr. Es war eine anstrengende, aber sehr beeindruckende Etappe. Liebe Grüße!“
3. Etappe:
„Die Route führte zunächst morgens an den Achensee. Auf einem der schönsten Wege Tirols ging es entlang des Westufers des Achensees: Auf einem Steig mit Stufen und Handläufen ging es zur Gaisalm. Dort konnten wir bei Sonnenschein im eiskalten Achensee baden. Entlang vieler kleiner Wasserfälle und Schwemmkegel (Tiroler Fjord) ging es weiter nach Pertisau und Maurach, bevor wir in Jenbach ankamen. insgesamt waren es 25 km. Abgesehen von unzähligen Blasen an den Füßen ist die Stimmung fantastisch!“
„4. Etappe: 25 Kilometer durch die Zillertaler Bergwelt
Pünktlich nach dem Frühstück startete unsere Wandergruppe in Fügen im Zillertal. Oben auf dem Spieljoch angekommen, erwartete uns zunächst ein Abenteuerspielplatz und wenig später das erste Gipfelkreuz. Dann wurde es ernst: Über einen traumhaften Steig führte unser Weg hinauf zum Onkeljoch (2.066 m), grandiose Ausblicke auf das Zillertal, das Karawendel, das Rofangebirge und bis zum Wilden Kaiser begleiteten uns dabei. Über die Gartalm und historische Almdörfer erreichten wir Hochfügen, wo eine wohlverdiente Mittagspause für neue Energie sorgte. Doch noch lagen viele Kilometer vor uns. Vorbei an eindrucksvollen, von Gletschern geschliffenen Felsen ging es weiter über das Sidanjoch und schließlich zur Rastkogelhütte auf 2.124 Metern. Insgesamt bewältigte die Gruppe an diesem Tag stolze 25 Kilometer – eine echte Herausforderung, die mit Ausdauer, Zusammenhalt und einer beeindruckenden Portion Durchhaltevermögen gemeistert wurde. Das verdiente Abendessen mit Braten und Knödel auf der Rastkogelhütte war schließlich der perfekte Abschluss eines langen, intensiven und erlebnisreichen Bergtages. Geschlafen wurde im Bettenlager.“
"5. Etappe: Vom Sonnenaufgang zum Schlegeisspeicher
Um 7:17 Uhr begrüßte uns ein traumhafter Sonnenaufgang, bevor wir uns bei einem zünftigen Hüttenfrühstück für die Tour stärkten. Die Wanderung führte über das Kreuzjoch (2.340 m) und den Mitterwandkopf (2.280 m). Ein wunderschöner, aber sehr anspruchsvoller Grat brachte uns vorbei an eiszeitlichen Lacken über weitere Gipfelkreuze entlang des Bergrückens zur Jausenstation Melchboden. Dort warteten Apfelstrudel und Kaiserschmarrn zur wohlverdienten Stärkung. Anschließend ging es weiter zum Schlegeisspeicher – ein herrlicher Abschluss einer erlebnisreichen Bergtour. Geschlafen wird heute in der Dominikus Hütte erneut im kuscheligen Bettenlager."
6. Etappe: “Etappe über den Alpenhauptkamm
Heute wurde es ernst: Nach dem Hüttenfrühstück auf der Dominikus-Hütte auf über 1.800 Metern schulterten wir unsere Rucksäcke. Vor uns lag eine der spektakulärsten Etappen unserer Reise: der Weg hinauf zur Olpererhütte auf 2.389 Metern. Mit jedem Höhenmeter veränderte sich die Landschaft. Der Schlegeisspeicher blieb immer weiter unter uns zurück, während die großen Gipfel der Zillertaler Alpen näher rückten. Olperer (3.476 m), Hochfeiler (3.510 m) und Großer Möseler (3.478 m) beherrschten die Szenerie hier im Hochgebirge. An der berühmten Hängebrücke der Olpererhütte wartete schließlich der erste Adrenalinschub des Tages. Tief unter uns lag das Tal, vor uns eine gewaltige Bergkulisse. Ein kurzer Moment zum Staunen – dann ging es weiter. Unser nächstes Ziel: das Pfitscher Joch Haus auf 2.275 Metern. Dort erreichten wir einen der großen Wendepunkte unserer Tour. Wir überschritten den Alpenhauptkamm und passierten zu Fuß die Grenze von Österreich nach Italien. Ab jetzt veränderte sich die Landschaft erneut. Wir ließen die österreichischen Berge hinter uns und wanderten auf der Südseite der Alpen hinunter in Richtung Sankt Giacomo.“
7. Etappe: „Das Ziel vor Augen
Die letzte Etappe von San Giacomo nach Sterzing führte uns heute durch den malerischen Pfitscher Talboden (Val di Vizze), vorbei an urigen Bauernhöfen, kleinen Steinkirchen und durch Wiesen und Wälder sowie Schloss Moos. Über Kematen, Ried, Tulfer und Wiesen ging es schließlich über Flains hinunter ins gotische Zentrum von Sterzing. Dort konnten wir uns den letzten Etappenstempel für unseren Pass abholen und stolz die Urkunde in Empfang nehmen. Damit liegen 141 km Wanderstrecke hinter uns – eine enorme Leistung und ein großartiger Erfolg. Unzählige Blasen sind der schmerzhafte Beweis dafür, aber umso größer ist der Stolz auf diese fitte „Bergziegen Wandertruppe“ , die sich durchgebissen hat und ohne weitere Blessuren ins Ziel gekommen ist. Was für eine Leistung!“


