Mit ihrer Abschlussausstellung verabschiedeten sich die zehn Schülerinnen des Kunst-Leistungskurses des 13. Jahrgangs nach zwei intensiven Jahren. Im Foyer des Oberstufengebäudes präsentierten sie Arbeiten aus den Jahrgängen 12 und 13 und gaben Einblick in ihren künstlerischen Entwicklungsprozess.
Die traditionelle Schau, seit fünf Jahren Höhepunkt des Kurses, zeigte Ergebnisse und Prozesse gemeinsamer Projekte und bildete einen würdigen Abschluss der Oberstufenzeit. Einige Absolventinnen planen ein Kunststudium.
Die Arbeiten orientierten sich an den niedersächsischen Abiturvorgaben 2026. Ein Schwerpunkt war „Erlebnisraum Nacht“: Ausgehend von einem Gedicht über Alpensegler entstanden großformatige Malereien, in denen Licht und Dunkelheit, Natur, Fantasie und Symbolik verschmolzen — von poetischen Nachtlandschaften bis zu surrealer Bildsprache.
Eine weitere zentrale Aufgabe war „Bewegung in der Malerei“, beeinflusst von abstraktem Expressionismus und Techniken wie Décalcomanie, Grattage und Pouring. In experimentellen Vorübungen setzten die Schülerinnen Linien, Formen und Farbanwendungen ein, um Dynamik, Energie und Chaos darzustellen; die großformatigen Endergebnisse überzeugten durch starke Ausdruckskraft.
Der Kurs untersuchte außerdem die Darstellung von Menschen in Beziehungen — etwa Konzertbesuchern oder Fußballfans — und entwickelte zahlreiche Studien und Arbeiten als Vorbereitung auf die Werkstattprojekte. Skizzenbücher dokumentierten die kreativen Prozesse, ergänzt durch ausgewählte Klausuren und Erwartungshorizonte, die auch die theoretischen Anforderungen des Kunstabiturs zeigten.
Bei Kaffee und Kuchen entstand eine entspannte Atmosphäre. Die Ausstellung machte sichtbar, dass in den zwei Jahren nicht nur Werke, sondern auch persönliche Entwicklungen, neue Fähigkeiten und gestärktes Selbstvertrauen gewachsen sind — ein würdiger Abschluss vor dem nächsten Schritt nach dem Abitur.
(Jasmin Hagenauer)


