Patchwork-AG

seit Jahren nicht nur bei Mädchen sehr beliebt

Was sich hinter dem Namen dieser AG verbirgt
Seit etlichen Jahren ist das Fach „Textile Gestaltung“ aus dem Fächerkanon des Gymnasiums verschwunden. Das recht große Interesse an der Arbeitsgemeinschaft zeigt jedoch, dass neben all den primär kognitiv ausgerichteten Lerninhalten des täglichen Unterrichts offensichtlich ein Bedarf nicht wegdiskutiert werden kann.

Was ist Patchwork? Was sind Quilts?
Amerikanische Siedlerinnen nähten im 19. Jahrhundert aus der Not der damaligen Situation heraus Stoffreste (genannt „patches“) verschlissener Kleidungsstücke und anderen Textilien aus der „Alten Welt“ in verschiedener Farben, Texturen und Mustern wieder neu zusammen. So ergibt sich die erste Lage, der Oberstoff, aus dem man z.B. Kissen, Taschen, Decken, Dekorationstextilien jeglicher Art weiter verarbeiten kann.

Ein Quilt entsteht in zwei weiteren Schritten: unter den Oberstoff kommt eine Lage Vlies, dann ein Unter- oder Futterstoff; alles wird dann durch einen Steppstich miteinander verbunden. Quilten ist eine sehr alte Textiltechnik, die auf allen Kontinenten zu Hause ist. Das Wort lässt sich von lateinischen Verb „cosere“ (nähen) ableiten.

Abgesehen davon, dass man wirklich Nützliches erstellt, erzielt man über die notwenige Geduld letztendlich eine beruhigende, fast meditative Wirkung. Über immer andere, individuelle Farbkombinationen und Muster und anschließend über freie Stepplinien entstehen eigene Stoffgemälde, die Unikate darstellen und eben nicht irgendwo gekauft werden können. Ganz nebenbei erlernt man dann auch noch den Umgang mit Nadel und Faden, Schneidwerkzeugen und der Nähmaschine.

Die Arbeitsgemeinschaft wird von Frau Borgmann geleitet.