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Schulprogramm

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1. Situationsbeschreibung

Das Gymnasium Bramsche wurde 1969 gegründet. Seine Lage in der 31.000 Einwohner zählenden Stadt Bramsche ist dadurch gekennzeichnet, dass es einerseits ein kleinstädtisch-ländliches Einzugsgebiet aufweist, andererseits aber in unmittelbarer Nähe der Großstadt und Universitätsstadt Osnabrück liegt. Der Vorteil der Überschaubarkeit und der persönlichen Atmosphäre wird ergänzt durch den direkten Zugang zu kulturellen Angeboten (Theater, Hochschulen, Bibliotheken etc.) und Möglichkeiten eines Oberzentrums.

Die Namengebung „Greselius-Gymnasium Bramsche“ erfolgte im Jahre 1990. Der Humanist Jacobus Greselius stammte aus Bramsche, war Zeitgenosse von Erasmus von Rotterdam und Förderer der Bramscher Schule. Mit dem Namen bekennt sich die Schule zur Bramscher Schulgeschichte. Die Namenswahl steht für lokale Verwurzelung, aber auch Weltoffenheit humanistischer Prägung. Sie fördert die Identifikation der Schüler, Eltern und Lehrer mit der Schule und verweist gleichzeitig auf die klassischen Ziele gymnasialer Bildung.

Das Gymnasium steht in der Trägerschaft des Landkreises Osnabrück. Mit der Stadt Bramsche besteht seit Jahren eine gute Zusammenarbeit.

1030 Schüler, die fast ausschließlich aus Bramsche kommen, besuchen zurzeit (2007/08) das Greselius-Gymnasium; 771 davon befinden sich in den Jahrgängen 5 – 10 und 259 in der gymnasialen Oberstufe (Jahrgänge 11 – 13). Sie werden von ca. 70 Lehrkräften unterrichtet.

Mit unserer Partnerschule, dem „Collège Pablo Picasso“ in Harfleur/Normandie, besteht seit über 25 Jahren ein intensiver Kontakt, der regelmäßige Schüleraustauschfahrten im Jahrgang 9 beinhaltet.

Seit seiner Gründung im Jahr 1999 versucht das GreselForum mit seiner breiten Angebotspalette einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung des Schullebens, zur Öffnung von Unterricht
und Schule zu leisten, dabei nach Möglichkeit auch die Eltern einzubeziehen sowie eine interessierte Öffentlichkeit anzusprechen.

Einen festen Bestandteil im Schulleben stellt insbesondere auch der „Verein der Freunde und Förderer des Greselius-Gymnasiums“ dar, ohne dessen finanzielle Unterstützung viele unterrichtliche und schulische Aktivitäten nicht realisierbar gewesen wären.

 

2. Leitbild

Präambel

Das Greselius-Gymnasium Bramsche versteht sich als eine Schule, die sich gemäß Bildungsauftrag dem europäischen Humanismus, der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, der Niedersächsischen Verfassung und den Grundlagen christlicher Werteorientierung verpflichtet sieht.

Wir wollen junge Menschen umfassend bilden, mit ihren individuellen Begabungen fördern und fordern, sie in ihrer Entwicklung zu selbstbewussten und sozial verantwortlichen Persönlichkeiten unterstützen, ein lebendiges Schulleben pflegen und mit einer Vielzahl außerschulischer Partner kooperieren.

Die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ erfordert von allen Mit-gliedern der Schulgemeinschaft ein hohes Engagement gegen Diskriminierung, Drogen, Gewalt und Rassismus.

Leitsätze

Wir gewährleisten auf der Grundlage eines anspruchsvollen gymnasialen Unterrichts durch persönliche Förderung eine qualitativ hochwertige Ausbildung.

  • Wir legen besonderen Wert darauf, den Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 durch enge Zusammenarbeit mit den Grundschulen einen gleitenden Übergang ins Gymnasium zu ermöglichen, sie altersgemäß an die gymnasialen Anforderungen und Unterrichtsmethoden heranzuführen.

  • Unsere Schule fördert und fordert die uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler mit ihren individuellen Begabungen, Neigungen und Interessen durch ein breit gefächertes Lernangebot.

  • Über die Vermittlung fachwissenschaftlicher Inhalte hinaus stellen wir sicher, dass die zentralen Schlüsselqualifikationen ebenso wie eine umfassende Methoden-, Medien- und Sozialkompetenz systematisch erworben und effektiv vermittelt werden.

  • Unterrichtsprozesse werden so gestaltet, dass alle Schülerinnen und Schüler ihre Lern- und Leistungsbereitschaft optimal entwickeln können, dabei eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen gestärkt werden.

  • Wir halten die Einbeziehung außerschulischer Lernorte sowie die Kooperation mit einer Vielzahl außerschulischer, insbesondere regionaler Partner für unverzichtbar.

Wir pflegen ein Schulklima, das von gegenseitiger Wertschätzung und Unterstützung sowie der Einhaltung gemeinsam vereinbarter Regeln geprägt ist, sodass die Schülerinnen und Schüler gerne zur Schule gehen und sich wie Lehrer und Eltern mit „ihrer Schule“ identifizieren.

  • Zusammen wollen wir im schulischen Rahmen an der Erziehung mitwirken, gehen dabei aber davon aus, dass Schule nicht das Elternhaus, in dem Wissens- und Charakterbildung beginnen müssen, ersetzen kann.

  • Wir halten zu einer gewissenhaften und sorgfältigen Erledigung der Hausaufgaben an und legen Wert z.B. auf Ausdauer, Hilfsbereitschaft, Ordnung, Pflichtbewusstsein und Pünktlichkeit.

  • Auf ein lebendiges Schulleben mit einem vielfältigen Angebot außerunterrichtlicher Aktivitäten legen wir besonderen Wert.

  • Unsere Schule arbeitet auf der Grundlage eines umfassenden Konzeptes zur Gewalt- und Drogenprävention und engagiert sich gegen jegliche Form von Diskriminierung und Rassismus.

Wir pflegen eine intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Lehrern, Eltern und Schülern und ihren jeweils gewählten Vertretern.

  • Unsere Schülerinnen und Schüler sind aufgefordert, Verantwortung in der Schulgemeinschaft zu übernehmen.

  • Wir fördern das kollegiale Miteinander.

Wir überprüfen und verbessern regelmäßig unsere Bildungs- und Erziehungsarbeit.

 

3. Schulprogramm

Das vorliegende Schulprogramm besteht aus mehreren Komponenten, die in den vergangenen Jahren in verschiedenen Arbeitsgruppen unter Mitwirkung von Eltern, Lehrern und Schülern erarbeitet wurden.

Im Einzelnen gehören dazu die aus der Präambel und den Leitsätzen resultierenden Regelungen, Vereinbarungen und Konzepte zur pädagogischen Arbeit sowie Zielformulierungen zu Schwerpunkten künftiger Arbeit.


Regelungen – Vereinbarungen – Konzepte

1. Fördern und Fordern

2. Integration der 5. Klassen

3. Kompetenzentwicklung in den Fremdsprachen

4. Kultur

5. Methoden

6. Prävention (Gesundheitsvorsorge, Gewalt- und Drogenprävention)

7. Schulelternrat

8. Schullaufbahnberatung

9. Schulleben und außerschulische Aktivitäten

10. Schulleitung

11. Schulordnung

12. Studien- und Berufswahlvorbereitung

13. Schülerrat und SV

 

All diese Regelungen, Vereinbarungen und Konzepte unterliegen einer prozesshaften Weiterentwicklung.

1. Fördern und Fordern

a) Fördern (mögliche Bausteine)

1. Hausaufgabenbetreuung als Starthilfe

Um den Schülerinnen und Schülern nach der Grundschule den Übergang ans Gymnasium und die Eingewöhnung an die erhöhten Leistungsansprüche zu erleichtern, sollte für die Fünft-, Sechst- und Siebtklässler eine qualifizierte Hausaufgabenbetreuung an drei Wochentagen angeboten werden.

Besonders für Kinder, deren Eltern wenig Möglichkeiten haben, helfend und unterstützend zur Seite zu stehen, wäre diese Einrichtung sehr wichtig: Neben der fachlichen Unterstützung (nicht Verstandenes kann erneut erklärt werden) können auch Lernmethoden (Mind Mapping, Techniken zum Vokabellernen etc.) trainiert werden. Selbst das „richtige Nachfragen“ beim entsprechenden Fachlehrer kann geübt werden. Schließlich soll kein „Parallelunterricht" angeboten werden, sondern die Kinder sollen befähigt werden, selbstständig und selbstbewusst dem Unterricht zur folgen, die Lerninhalte zu erfassen und die Hausaufgaben in Eigenregie zu erledigen.

Wer nimmt teil?

Grundsätzlich sollte die „Starthilfe“ allen Fünft-, Sechst- und Siebtklässlern zur freiwilligen Teilnahme offen stehen. In jedem Fall sollten die Eltern über das Konzept und den Ablauf informiert werden, damit sie eine evtl. Teilnahme mir ihrem Kind vereinbaren und gewährleisten können.

Wer leitet die Betreuungsstunden?

Ein Freiwilligen-Pool vor allem aus Eltern (diese sollten sich jeweils für einen Wochentermin und ein Halbjahr verbindlich bereit erklären, um Kontinuität und Zuverlässigkeit zu gewährleisten), später auch aus älteren Schülern (evtl. Anknüpfungspunkt für Schülerfirma) sollte die Betreuung sicherstellen: Jeweils zwei Tutoren pro Termin (bei bis zu 20 Kindern) sollten zur Verfügung stehen.

Wann findet die Betreuung statt?

Die Betreuung findet im Anschluss an die 6. Stunde statt und dauert 45 Minuten. Die Festlegung sollte in Übereinstimmung mit dem Busfahrplan erfolgen.

2. Integrationshilfe

Um Schülerinnen und Schülern den Wechsel von der Realschule zum Gymnasium zu erleichtern, sollten sie individuell betreut und unterstützt werden. Natürlich sollten auch Kinder, die z.B. durch einen Umzug nach der 5. Klasse zur Schulgemeinschaft dazu kommen, diese Integrationshilfe in Anspruch nehmen können – insbesondere, wenn sie die zweite Fremdsprache bisher noch nicht lernen konnten oder aber andere Fächer noch nicht zu ihrem Lehrplan gehörten.

Die Schüler sollten einen Paten – entweder in ihrer neuen Klasse oder einen Schüler eines höheren Jahrgangs – bekommen, der ihnen das Zurechtfinden an der neuen Schule erleichtert.

In problematischen Fächern sollte qualifizierter, individueller Nachhilfeunterricht kostengünstig angeboten werden (Verzahnung von „fordern“ und „fördern“ Schülerfirma). Diese Nachhilfe sollte in den Räumlichkeiten der Schule durchgeführt werden und auch in Kleingruppen möglich sein.

In regelmäßigen Schüler-Eltern-Lehrer-Gesprächen sollte der Integrationsprozess überprüft und bewertet werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass Nachholbedarf oder aber auch grundsätzliche Defizite bzw. die Grenzen des individuellen Leistungsvermögens richtig eingeschätzt werden und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig ergriffen werden.

 

3. Frühwarnsystem und Krisenhilfe

Oftmals „sacken“ eigentlich durchschnittlich gute oder sogar leistungsstarke Schüler plötzlich in einigen Fächern oder gar insgesamt ab bzw. fallen plötzlich durch extreme Zurückhaltung oder aber auch durch störendes Verhalten im Unterricht auf. Leider wird ein solches Verhalten bisher nicht immer unmittelbar hinterfragt und mit dem betreffenden Schüler, seinen Eltern und dem Klassenlehrer besprochen.

Hier sollte ein verbindliches „Frühwarnsystem“ eingerichtet werden: Fällt einem Fachlehrer eine ungewöhnliche Verschlechterung der Leistung (z. B. mangelhafte oder ungenügende Klassenarbeit) oder aber ungewohntes Verhalten bei einem Schüler auf, sollte er den Schüler ansprechen und auch den Klassenlehrer in Kenntnis setzen. Als mögliche Vorgehensweise sollte das Kollegium folgenden Ablauf diskutieren und zur Abstimmung bringen: Die Fachlehrer protokollieren Auffälligkeiten (mündliche oder schriftliche Leistung, Arbeits- oder Sozialverhalten) auf einer Karte oder einem Formblatt (möglichst in Signalfarbe wie Rot oder Gelb) und legen diese Karten umgehend ins Fach des Klassenlehrers. Dieser überträgt die Meldung in eine dafür vorgesehene Liste der Klasse, die so einen Überblick über besorgniserregende Vorkommnisse, Leistungen oder Verhaltensauffälligkeiten liefert. Der Klassenlehrer ergreift nun nach eigenem Ermessen geeignete Maßnahmen. Das Gespräch mit dem betreffenden Schüler selbst sollte dabei möglichst immer am Anfang stehen, eine frühzeitige Information und Einbeziehung der Eltern ist zudem wünschenswert. Melden mehrere Fachlehrer gleichzeitig solche Warnsignale denselben Schüler betreffen, sollten sich möglichst auch die betreffenden Lehrer untereinander beraten.

Neben der Ursachenklärung sollte in den Gesprächen mit Schülern und Eltern auch ein unmittelbares Unterstützungsangebot – etwa der Verweis auf Nachhilfe durch die Schülerfirma – gemacht werden.

 

4. Förderbibliothek

Der Schülerfirma und allen Schülern überhaupt sollten Arbeitsmaterialien zum Nachholen versäumter Lerninhalten sowie zur Vorbereitung auf Klassenarbeiten zur Verfügung gestellt werden. Ein Grundstock wurde bereits durch eine freundliche Spende des Klett-Verlags gelegt.

Im Bereich der Förderbibliothek wäre eine weitere Möglichkeit zur Verzahnung von „fordern“ und „fördern“ denkbar: Leistungsstarke Schüler könnten – unter Einbeziehung von Kopiervorlagen, Trainingsbüchern etc. – Lernbausteine für leistungsschwächere Schüler konzipieren, texten, vervielfältigen und gegen geringe Entgelte zur Verfügung stellen. Auch Korrekturbesprechungen dieser Lernmittel könnten angeboten und durchgeführt werden.

 

5. Weiche Förderfaktoren

Die sogenannten weichen Förderfaktoren sollen die Schüler einerseits beim Lernen unterstützen und ihnen andererseits Hilfen zum selbstständigen Erwerb von Wissen und zum effektiven Üben geben.

Im Unterricht werden bestimmte Lerntechniken und Lernmethoden eingeübt, die aufsteigend ab Klasse 5 bis zur Jahrgangsstufe 7 in gleicher Weise eingeübt werden. Diese Lernmethoden sollen auch im täglichen Unterricht wiederholt und erweitert werden.

Bis zum Ende der Schulzeit erwerben die Schüler dadurch ein solides Handwerkszeug, um effektiv zu lernen, selbstständig Themen zu erarbeiten, Referate und Präsentationen zu erstellen und vorzutragen.

Auch Vertretungsstunden könnten hierzu genutzt werden, da diese ohnehin nicht immer durch fachspezifischen Unterricht ersetzt werden kann. Hierzu steht dem Lehrkörper entsprechendes vorbereitetes Unterrichtsmaterial zur Verfügung.

 

6. Hilfe für Schüler mit Zuwanderungsgeschichte

Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache sollen gefördert werden, mit dem Ziel, die Schulzeit mit dem Abitur bzw. Fachabitur zu beenden. Vorrangige Bedeutung haben hierfür eine konsequente Förderung und Unterstützung ab Klasse 5 durch die im Greselius-Gymnasium angebotenen Fördermöglichkeiten.

7. Schülerfirma

Eine Schülerfirma zur Organisation und Erteilung von Nachhilfeunterricht ist bereits in der Entwicklungsphase und wird zur Zeit im Rahmen einer AG geplant. Die organisatorische Arbeit wird dabei von acht Schülerinnen der Jahrgänge 9 und 10 geleistet. Die Nachhilfe soll nach dem Unterricht stattfinden und sowohl Einzel- als auch Gruppenunterricht umfassen.

Durch diese Maßnahme soll allen förderbedürftigen Schülern die Möglichkeit gegeben werden, preisgünstig an Nachhilfeunterricht teilnehmen zu können. Für die Unterricht erteilenden Schüler stellt dies ebenfalls eine Herausforderung dar, die sich nahtlos in das Forderkonzept einfügen lässt („Große unterrichten Kleine“).

 

b) Fordern

Wie an jedem Gymnasium gibt es auch am Greselius-Gymnasium Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen. Einige zeigen in sehr vielen der unterrichteten Fächer sehr gute Leistungen, andere nur in einzelnen Fächern oder Fachbereichen.

Es gibt

  • besonders begabte Hochleister: Schülerinnen und Schüler, die auf jeden Fall von allen Lehrkräften erkannt werden und schon immer erkannt wurden.

  • Schülerinnen und Schüler mit versteckten Begabungen: sie sind in der Schule leistungsmäßig unauffällig, die besondere Begabung wird manchmal nur durch einen Zufall entdeckt. Es kann sein, dass Eltern und Kinder selber nichts von der besonderen Begabung wissen oder dass sie sich außerhalb der Schule in nichtschulischen Bereichen zeigt.

  • besonders begabte Minderleister: Werden die besonderen Begabungen der Kinder nicht rechtzeitig erkannt und werden sie nicht gezielt unterstützt, können sie zu Minderleistern werden, d.h. sie leisten deutlich weniger als es ihren Begabungen entspricht. in extremen Fällen kann das Versagen so weit gehen, dass sie nicht nur das Gymnasium verlassen müssen, sondern auch auf den anderen Schulformen versagen.

1. Enrichment

Unter Enrichment sind Maßnahmen zu verstehen, die die Kinder und Jugendlichen mit Zusatzstoff versorgen, den Unterrichtsstoff vertiefen und erweitern, ohne dass sie insgesamt schneller vorankommen. Enrichment kann innerhalb des Unterrichts, zusätzlich zum Unterricht (AG-Bereich) und außerhalb der Schule stattfinden.

Dazu gehört z.B.

  • innere Differenzierung: Die Lehrkraft versorgt einzelne Schülerinnen und Schüler oder eine Gruppe mit Aufgaben, die den Fähigkeiten und Interessen angemessen und das Niveau der übrigen übersteigt; die innere Differenzierung liegt im Ermessen der einzelnen Lehrkraft.
  • Drehtürmodell: Die Schülerinnen und Schüler können in Fächern, in denen sie gute Leistungen zeigen, teilweise vom Unterricht befreit werden und in der freigesetzten Zeit an einem Thema arbeiten (einstündig). Im 2. Halbjahr 2009/2010 werden drei Themen angeboten (s. Eureka Club).
  • Im 2. Halbjahr 2009/2010 wird in Zusammenarbeit mit dem Tuchmachermuseum zum ersten Mal ein Studientag angeboten. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sind alle 14 Tage ab der 3. Stunde vom Unterricht befreit und lernen im Museum das Tuchmacherhandwerk.
  • in ihrem leistungsstärksten Fach am Unterricht einer höheren Klasse teilnehmen;
  • in einem anderen Fach in einer höheren Klasse teilnehmen;
  • die beiden 2. Fremdsprachen parallel lernen
  • sich auf einen Wettbewerb vorbereiten
  • in Klasse 10 ins Ausland
  • die Teilnahme an Wettbewerben
  • Informationen über außerschulische Angebote, d.h. nicht nur Wettbewerbe, sondern auch Vorträge, Ferienangebote, die Möglichkeit des Frühstudiums, etc.)
  • individuelle Lernpläne: Individuelle Lernpläne können sowohl für Kinder mit (Teil-) Leistungsschwächen als auch mit (Teil-)Leistungsstärken eingerichtet werden. Wie lange so eine Individualisierung dauert, muss im Einzelfall abgesprochen werden.

    Große unterrichten Kleine: Leistungsstarke, motivierte ältere Schülerinnen und Schüler können nicht nur Nachhilfe für Mitschülerinnen und Mitschüler geben, die zeitweise schulische Probleme haben, sie können auch leistungsstarke jüngere Kinder oder Gleichaltrige unterrichten und ihr Wissen mit ihnen teilen.

Enrichment am Greselius

Seit dem 2. Halbjahr 2008/09 gibt es am Greselius-Gymnasium Enrichmentangebote. Im 2. Halbjahr 2009/10 gibt es einen Studientag und drei Angebote im Eureka-Club.

2. Akzeleration

Unter schulischer Akzeleration ist jede Maßnahme zu verstehen, die es einer Schülerin oder einem Schüler ermöglicht, den vorgesehenen Lehrplan oder Teile davon früher zu beginnen, zu beenden oder schneller zu passieren, als es teils üblich, teils gesetzlich vorgesehen ist.

Frühe Einschulung

Die frühe Einschulung ist für das Gymnasium nur indirekt relevant. Da allerdings zunehmend sehr junge Kinder eingeschult werden – es werden z.T. Kinder eingeschult, die erst im Herbst der Einschulung 5 werden – hat das Gymnasium zunehmend mit sehr jungen besonders begabten Kindern zu tun. Die Lehrkräfte müssen darauf vorbereitet sein und mit den Kindern angemessen und ohne Vorurteile umgehen.

Überspringen von Klassen in der Grundschule

Wenn nicht von oben eingegriffen und das Springen in bestimmten Jahrgängen forciert wird, findet es überwiegend (~ 80 %) in der Grundschule statt. Einige spät eingeschulte Kinder sind nach dem Springen im genau passenden Alter, andere sind durch das Springen später im Gymnasium sehr jung und bieten die gleiche Herausforderung wie die sehr früh eingeschulten Kinder.

Überspringen von Klassen am Gymnasium

Das Überspringen von Klassen ist in allen Jahrgängen erlaubt (bei einem Abitur nach 12 Jahren einschließlich Klasse 10).

Sollte das Überspringen zwar erwünscht, die Schülerinnen und Schüler und deren Eltern einerseits und die Lehrkräfte andererseits sich aber nicht einig sein, ob die Begabung für diesen Schritt ausreicht, sollte ein Intelligenztest durchgeführt werden. In der Regel ist dafür der schulpsychologische Dienst zuständig. Es gibt jedoch auch andere Stellen (Beratungsstellen, freie Psychologen), die so einen Test durchführen können.

3. Außerschulische Angebote

Die im Folgenden genannten Angebote sind überwiegend für ältere Schülerinnen und Schüler gedacht, d.h. in der Regel ab Klasse 8. An Wettbewerben können manchmal auch schon jüngere teilnehmen, z.B. an Schüler experimentieren.

  • Wettbewerbe

  • Schülerinnen und Schüler an die Uni

  • Deutsche Schülerakademie

  • United World Colleges

  • Studieren in den USA: „Need-blind-Admission“ an amerikanischen Universitäten , d.h. renommierte Universitäten suchen sie ihre Studierenden nach einem Bewerbungsverfahren aus, dann wird überlegt, wie das Studium finanziert wird. Je nach den finanziellen Möglichkeiten der Eltern sind Teil- aber auch Vollstipendien möglich. Wenn Interesse besteht, ist es wichtig, sich sehr früh zu informieren, damit alle Unterlagen rechtzeitig bereit sind. (Need-blind Ad-mission in Suchmaschinen eingeben, dort sind auch die Universitäten zu finden, die das anbieten)

  • Frühstudium: Wenn die Schülerinnen und Schüler leistungsstark und motiviert sind und bereit, Haus- bzw. Schulaufgaben nachzuholen, ist es möglich, sie teilweise vom Unterricht zu befreien. Voraussetzung ist die Genehmigung durch die entspre-chenden Fachlehrkräfte und die Schulleitung. Das kann z.B. notwendig sein, wenn sie schon an der Universität Osnabrück studieren möchten und die gewünschte Vorlesung oder Übung am Vormittag liegt. (s. Telekom-Stiftung → weiterführende Schule → Frühstudium)

Wenn die Schülerinnen und Schüler leistungsstark und motiviert sind und bereit, Haus- bzw. Schulaufgaben nachzuholen, ist es möglich, sie teilweise vom Unterricht zu befreien. Voraussetzung ist die Genehmigung durch die entsprechenden Fachlehrkräfte und die Schulleitung. Das kann z.B. notwendig sein, wenn sie schon an der Universität Osnabrück studieren möchten und die gewünschte Vorlesung oder Übung am Vormittag liegt.

4. Vorträge

Seit 2006 gibt es am Greselius-Gymnasium, organisiert durch das GreselForum in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind (DGhK) und der Deutschen Bank in unregelmäßigen Abständen Vorträge zum Thema (Hoch)Begabung.

5. Forderbibliothek

Für den Bereich Fordern wurden einige Bücher angeschafft.

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2. Integration der 5. Klassen

Der Übergang in die Klasse 5 des Gymnasiums stellt für die Kinder eine schwierige und entscheidende Phase in ihrer schulischen Entwicklung dar, in der sie sich mit vielen neuen Dingen auseinandersetzen müssen: Die Größe der Schule, die Vielzahl der Schülerinnen und Schüler, denen sie täglich begegnen, deren unterschiedliches Lebensalter, die andere Lernatmosphäre, die erhöhten Leistungsanforderungen und der fast stündliche Lehrerwechsel aufgrund des Fachlehrerprinzips. Je nach Persönlichkeitsstruktur sehen sie diesem Neuanfang mit Gelassenheit, Neugier, Spannung oder auch mit etwas Angst entgegen.

Mit unserem pädagogischen Konzept wollen wir dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler eine positive und erfolgreiche Schulzeit erleben können. Dabei geht es nicht so sehr um die Weiterführung der Arbeitsformen und didaktischen Prinzipien der Grundschule. Unser Ziel ist vielmehr, die Schülerinnen und Schüler systematisch an das Arbeitstempo, die Arbeitsformen und den Lernstoff des Gymnasiums heranzuführen. Am Ende der Klassenstufe 6 soll in Absprache mit den Eltern nochmals eine von allen Fachlehrern verantwortbare Entscheidung über die weitere Schullaufbahn getroffen werden können.

Das pädagogische Konzept unserer Schule basiert auf folgenden Komponenten:

1. Zusammenarbeit mit den Grundschulen

Lehrerinnen und Lehrer des Greselius-Gymnasiums, die in den zukünftigen 5. Klassen eingesetzt werden sollen, besuchen die verschiedenen Grundschulen in unserem Einzugsbereich, um sich mit den Arbeitsmethoden und Arbeitsweisen der Grundschule vertraut zu machen. Umgekehrt laden wir die Kollegen zur Hospitation in unseren Unterricht ein und diskutieren anschließend ihre Beobachtungen.

Bei einem Gesprächsnachmittag der ehemaligen und der neuen Klassenlehrer werden Beobachtungen und Informationen ausgetauscht, um die Entwicklung der Schüler zu unterstützen.

Bei der Zusammensetzung der 5. Klassen werden pädagogisch wichtige Informationen der Grundschulen berücksichtigt.

2. Pädagogische und organisatorische Maßnahmen vor der Einschulung

Tag der offenen Tür

Vor der Wahl ihres Gymnasiums haben die Eltern und Grundschüler die Möglichkeit, sich am Tag der offenen Tür, Anfang April, über das Greselius-Gymnasium zu informieren und erste Eindrücke über Räumlichkeiten, Unterrichtsfächer sowie Lehrer und Schüler zu sammeln.

Informationsabend

Bei einem Infoabend werden die Eltern der Viertklässler von den Vertretern der weiterführenden Schulen über das gesamte Angebot der Bildungsgänge im Anschluss an die Grundschule informiert.

Anmeldung

Vertreter der Schulleitung nehmen die Anmeldungen persönlich entgegen um für eventuelle Fragen und Beratungen zur Verfügung zu stehen.

Zusammensetzung der Klassen

Bei der Zusammensetzung der Klassen werden nach Möglichkeit Wünsche der Kinder, aber auch Wohngebiete und Schulwege berücksichtigt. Einzelheiten können bei der Anmeldung besprochen werden.

Paten

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 stellen sich den fünften Klassen als Paten zur Verfügung, d.h. sie sind Ansprechpartner der jüngeren Schüler bei Problemfällen. Dazu haben sie eine Ausbildung zu Schülermediatoren erhalten und werden bei ihrer Tätigkeit als Paten von Lehrern unterstützt. Darüber hinaus helfen sie bei der Organisation von Aktivitäten und sind Begleiter bei Wandertagen, pädagogischen Vormittagen und Sportveranstaltungen. Während der Mittagspause nach dem Essen in der Mensa bieten die Paten Spielangebote an.

3. Einschulung und erste Schultage

Einschulung

Die Einschulung der neuen 5. Kassen findet am 2. Schultag nach den Sommerferien statt. Sie beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St. Johannis-Kirche. Anschließend werden die Eltern und Schüler der neuen 5. Klassen in einer kleinen Begrüßungsfeier, die von Schülern mitgestaltet wird, in der Pausenhalle empfangen. Danach gehen die Kinder mit ihrem Klassenlehrer und den Paten in ihren neuen Klassenraum.

Erste Schultage

Die ersten beiden Schultage dienen der Eingewöhnung und Orientierung. Wir möchten uns Zeit nehmen, damit die Kinder sich untereinander, den Klassenlehrer und die Paten besser kennen lernen. Gemeinsame Aktivitäten wie die Gestaltung des Klassenraumes, die Erkundung der Schule durch eine Rallye und Kennenlernübungen sollen die Integration in die neue Umgebung erleichtern. Diese Einstiegstage bieten auch die Möglichkeit, gemeinsam erste Absprachen und Regeln für den Umgang miteinander zu entwickeln, eine wichtige Basis für das Gelingen einer guten Klassengemeinschaft. Erst am dritten Tag findet Fachunterricht statt.

Projektwoche

Die Projektwoche, die in der dritten Woche nach den Sommerferien stattfindet, dient dem besseren Kennenlernen der Schüler untereinander und der Stärkung der Klassengemeinschaft. Neben Übungen zur Kooperation und Stärkung sozialer Fähigkeiten werden die Themen „Lernen lernen“ und „Verkehrserziehung“ behandelt. Das „Lernen Lernen“ widmet sich praktischen Dingen wie Heftführung, Arbeitsplatzgestaltung, Vorbereitung auf Klassenarbeiten, sinnvolle Zeitplanung, Umgang mit Arbeitsmaterialien und Techniken der Informationsvermittlung. Wir wollen so die Lernmotivation der Kinder steigern und möglichen Lernstress und Konzentrationsmängel abbauen.

 

4. Allgemeines pädagogisches Konzept

Bereits ab der 5. Klasse sollen die Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz der Schülerinnen und Schüler gefördert werden. Unterschiedliche Projekte aus den Bereichen Erlebnispädagogik, Sucht- und Gewaltprävention und soziales Engagement werden in den Unterricht eingebunden.

Pädagogische Konferenzen

Damit sich die Klassen- und Fachlehrer über Stärken und Schwächen der Schüler austauschen und Absprachen durchgeführt werden können, findet vor dem ersten Elternsprechtag eine pädagogische Konferenz statt. Weitere pädagogische Konferenzen werden bei Schülerauffälligkeiten, Problemen bei der Klassengemeinschaft und weiterem Bedarf einberufen.

Separater Elternsprechtag

Die persönliche und schulische Entwicklung der Kinder wird intensiv beobachtet. Bereits im November findet für die Eltern der Fünftklässler ein Sprechtag statt, bei dem die Lehrerinnen und Lehrer die Eltern frühzeitig über besondere Stärken sowie auftretende Lern- und Arbeitsschwierigkeiten informieren und ihnen Beratung anbieten.

Klassenlehrerstunden

In einer wöchentlich eingerichteten Verfügungsstunde können die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer aktuelle Themen der jeweiligen Klassengemeinschaft aufgreifen und bearbeiten, ohne dass Unterricht ausfällt und Zeitdruck entsteht.

Kooperativer Erlebnistag

In Zusammenarbeit mit Teamern des Dekanatsjugendbüros organisieren die Paten der fünften Klassen einen kooperativen Erlebnistag im zweiten Halbjahr mit Spielen und Übungen zur Stärkung der Klassengemeinschaft.

Offener Ganztagsbereich

Die Schüler und Schülerinnen haben die Möglichkeit, in der Mensa zu essen und anschließend die Hausaufgabenbetreuung wahrzunehmen. Das Angebot der Arbeitsgemeinschaften ist reichhaltig und eröffnet den Schülerinnen und Schülern viele Möglichkeiten.

 

Allgemeine pädagogische Zielsetzung

Eigenverantwortliches Lernen und Arbeiten lernen

Team- und Dialogfähigkeit

  • Methodenkompetenz
  • Planungs-, Erarbeitungs- Präsentationskompetenz
  • Ästhetische Kompetenz
  • Selbstkontrolle
  • Durchhaltevermögen
  • Konfliktfähigkeit
  • Abwägen können, zwischen Konkurrenz und Solidarität
  • Verlässlichkeit
  • Hilfe geben/ annehmen können
 

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3. Kompetenzentwicklung in den Fremdsprachen


Welche Fremdsprachen werden am Greselius-Gymnasium angeboten? Welche Ziele verfolgt der moderne Fremdsprachenunterricht? Wie werden leistungsschwache Schüler gefördert? Welche Maßnahmen und Anregungen fördern leistungsstärkere Schüler? Wie erfolgt die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen?

Antworten auf diese Fragen sollen im Hinblick auf Kompetenzentwicklung in den Fremdsprachen im Folgenden kurz dargestellt werden.

1. Fremdsprachenangebot

Am Greselius-Gymnasium werden folgende Pflichtfremdsprachen angeboten:

  • Englisch als 1. Fremdsprache ab Klasse 5

  • Französisch oder Latein als 2. Fremdsprache nach Wahl ab Klasse 6.

Wahlsprachen im AG-Bereich ergänzen dieses Angebot:

  • Griechisch (ab Kl. 8)

  • Italienisch (ab Kl. 8)

  • Spanisch (ab Kl. 9).

In den jetzigen Jahrgängen 11 und 12 wird Latein (wahlfrei) als 3. Fremdsprache seit Kl. 9 erteilt.

2. Ziele des Fremdsprachenunterrichts

Schuleigene Lehrpläne, auf die an dieser Stelle verwiesen sei, konkretisieren die Vorgaben der Rahmenrichtlinien und der neuen Kerncurricula. Die Fachlehrer stimmen sich über fachspezifische Qualitätssicherung in Dienstbesprechungen und Fachkonferenzen ab.

Über den Klassen- und Kursunterricht hinaus dienen weitere Maßnahmen – im Sinne einer Öffnung von Schule – der Motivation der Schülerinnen und Schüler sowie der Ergänzung und Vertiefung der unterrichtlichen Arbeit, z.B.

  • der Besuch englisch- oder französischsprachiger Film- und Theateraufführungen

  • Informations- und Diskussionsveranstaltungen im Zusammenhang mit Kursthemen in der Oberstufe in und außerhalb der Schule (z.B. Besuch des Auswanderermuseums in Bremerhaven und amerikanischer Einrichtungen in Berlin)

  • Studienfahrten in der Kursstufe nach England, Frankreich, Irland oder Italien

  • Einsatz des „France Mobil“ in einigen Klassen der Mittelstufe (ein Tag)

  • unterrichtlicher Einsatz von Fremdsprachenassistenten in Englisch und Französisch
    mit dem Ziel der Kommunikationsförderung und der Vermittlung von Landeskunde

  • projektbezogene Arbeit im Fach Latein im Zusammenhang mit dem nahe gelegenen
    Lernstandort „Varusschlacht“.

3. Fördern leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler

Aus den verschiedensten Gründen können in allen Klassen Leistungsabfall und individuelle Arbeitsprobleme auftreten. Zahlreiche Möglichkeiten der Hilfe werden im Konzept „Fördern und Fordern“, das ebenfalls Bestandteil des Schulprogramms ist, differenziert aufgezeigt.

Speziell im Fremdsprachenunterricht bestehen folgende Fördermöglichkeiten:

  • Im Rahmen des regulären Fachunterrichts sorgen die Fachlehrer für ein verschiedenartiges Angebot an Möglichkeiten, Lernrückstände auszugleichen und punktuelle Leistungs­schwächen zu beheben (z.B. durch Präsentationen und andere Leistungen auf freiwilliger Basis, die die Kompetenzen des Einzelnen sowie auch der gesamten Lerngruppe erhöhen und festigen).

  • Eine neu eingerichtete Schüler-AG „SOS“ (Schüler ohne Sorgen) betreut zusätzlich einzelne Schüler individuell. Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9 erteilen jüngeren Mitschülern kostengünstig Nachhilfe.

4. Fordern leistungsstarker Schülerinnen und Schüler

Neben Fördern kommt am Greselius-Gymnasium auch und gerade dem Fordern eine zentrale Rolle zu. Fremdsprachlich interessierte, leistungsbereite und leistungsstarke Schüler werden über den normalen Unterricht hinaus durch vielfältige Maßnahmen in ihrer Sprachkompetenz individuell gefördert:

  • Regelmäßige Teilnahme am Bundeswettbewerb Fremdsprachen (seit 11 Jahren) in Englisch, Französisch, Latein (vereinzelt auch in Russisch, Schwedisch u.a.) in Form
    - des Einzelwettbewerbs (mit einer oder zwei Sprachen)
    - des Gruppenwettbewerbs (Hörspiel- oder Videoproduktion in einer Fremdsprache)
    - des Kreativwettbewerbs (Schreiben einer Kurzgeschichte).
    Der Bundeswettbewerb ist Teil des Begabtenförderungsprogrammes der Bundesregierung. Schirmherr ist der Bundespräsident.

  • Jährliche Teilnahme an DELF-Prüfungen (seit 8 Jahren) zum Erwerb eines international anerkannten französischen Sprachdiploms auf den verschiedenen Niveaus A1, A2, B1 und B2. Die schriftlichen und mündlichen Prüfungen (mit externen französischen Prüfern) werden im eigenen Haus organisiert und durchgeführt.

  • Gezielte Vorbereitung interessierter Schülerinnen und Schüler auf die DELF-Prüfungen in einer halbjährig stattfindenden AG.

  • Erlernen einer dritten Fremdsprache im Wahlpflicht- oder im AG-Bereich (Latein, Griechisch, Italienisch, Spanisch) gemäß Neigungen und Fähigkeiten der Schüler.

  • Erteilen von Nachhilfeunterricht im Rahmen der Schüler AG „SOS“, wodurch eine Verzahnung von „Fördern“ und „Fordern“ erfolgt.

  • Im Einzelfall Teilnahme am Unterricht in der zweiten Pflichtfremdsprache, zusätzlich zum Unterricht in der gewählten zweiten Fremdsprache (Französisch und Latein gleichzeitig).

  • Im Einzelfall (z.B. hochbegabte Schüler, „native speaker“) Teilnahme am Fremdsprachenunterricht einer höheren Klasse bzw. eines Kurses ergänzend zum Fachunterricht der eigenen Klasse.

  • Teilnahme an individuellen Austauschprogrammen auf Gegenseitigkeit mit Frankreich

- Brigitte-Sauzay-Programm (3-Monats-Austausch)

- Voltaire-Programm (6-Monats-Austausch).

  • Teilnahme an privat vermittelten Auslandsaufenthalten (insbes. mit Frankreich).

  • Teilnahme an Austauschfahrten im Rahmen der Schulpartnerschaft mit dem Collège Pablo Picasso in Harfleur/Normandie in den Klassen 8 und 9 (seit über 25 Jahren).

  • Teilnahme am PPP (Parlamentarisches Patenschafts-Programm), das ein Stipendium für ein Studienjahr in den USA beinhaltet.

  • Teilnahme an „Paying guest“- Aufenthalten in England in Klasse 9.

  • Bewerbung um einen 3-Monats-Austausch mit der kanadischen Provinz Manitoba.

  • Vor- und Nachbereitung von Auslandsaufenthalten, von „Au-Pair“-Tätigkeit und dem „Work-and-Travel“-Programm.

Über folgende weitere Maßnahmen im Sinne einer Vertiefung und Erweiterung der fremdsprachlichen Kompetenz wird zzt. in den Fachgruppen bzw. fächerübergreifend diskutiert:

  • Teilnahme am Latein-Wettbewerb „Rerum Antiquarum Certamen“

  • Teilnahme an TOEFL- und Cambridge-Certificate sowie am Wettbewerb „The Big Challenge“ in Englisch

  • Teilnahme am E-Twinning (Zusammenarbeit mit europäischen Partnerschulen im Internet) und Teilnahme am Comenius-Programm.

5. Umsetzung der einzelnen Maßnahmen

  • Über Austauschfahrten und über Möglichkeiten des individuellen Austausch (Brigitte-Sauzay, Voltaire, PPP und Highschool) werden Schüler und Eltern des in Frage kommenden Jahrgangs schriftlich und in persönlichen Gesprächen informiert.

  • Während des Besuchs erfolgt eine intensive schulische Betreuung der Gastschüler,auchfür den deutschen Partner und die Gastfamilie steht der zuständige Koordinator als Tutor und Ansprechpartner zur Verfügung.

  • Der Schüleraustausch mit Harfleur/Frankreich und die Englandfahrt nach Feltham in Klasse 9 werden vorbereitet durch Brief- und E-mail-Kontakte mit dem Collège Pablo Picasso und einer englischen Schule in Richmond/Twickenham.

  • Nach Abschluss der beiden Fahrten werden Ausstellungen vorbereitet und durchgeführt.

  • Über die Wettbewerbe und die DELF-Prüfungen werden die Schüler schriftlich informiert und durch die Fachlehrer auch persönlich angesprochen und für eine Teilnahme motiviert.

  • Persönliche Ansprache der Schüler und intensive Gespräche mit den Eltern und den unter-richtenden Fachkollegen gehen auch einer Entscheidung für die Teilnahme am Unterricht in einer anderen Fremdsprache oder am Unterricht in einem höheren Jahrgang voraus.

  • Ehemalige Austauschschüler informieren schülernah nachfolgende Jahrgänge über Austauschprogramme (Organisation, Auswahlverfahren, Anmeldeformalitäten, Kosten etc.) und eigene Erfahrungen im Ausland.

  • Fremdsprachenassistenten werden jedes Jahr alternativ in Englisch und Französisch unter Angabe der möglichen Einsatzbereiche und der Betreuungslehrkraft angefordert.

4. Kulturkonzept

Um seinem Erziehungs- und Bildungsauftrag gerecht zu werden, darf sich das Gymnasium nicht nur auf das Lernen im Unterricht, die Vermittlung relevanter Kenntnisse, Fähig- und Fertigkeiten beschränken, sondern muss darüber hinaus weitere Akzente setzen und Schülern (aber auch Eltern und Lehrern) ein breites anspruchsvolles Angebot unterschiedlicher Aktivitäten und Veranstaltungen präsentieren, um vor allem

  • die Sozialkompetenz zu stärken

  • das (inter-)kulturelle Bewusstsein zu fördern,

  • die Jugendlichen in den Kulturbetrieb unserer Stadt (Bramsche, aber auch Osnabrück) einzuführen, mit den entsprechenden Angeboten vertraut zu machen und zur kritischen Teilnahme zu befähigen,

  • Hemmschwellen abzubauen, die vor allem bei Jugendlichen aus kulturfernem Umfeld zu finden sind (das betrifft auch viele unserer Schüler),

  • Gewalt und Drogenmissbrauch ins Bewusstsein zu rücken und dadurch (hoffentlich) präventiv zu wirken,

  • aktuelle politische Entwicklungen zu reflektieren und sich entsprechend zu engagieren.

Um die genannten Ziele langfristig und nachhaltig anstreben und umsetzen zu können, bedarf es einer kontinuierlichen Auseinandersetzung mit ihnen.

Neben dem herkömmlichen Unterricht wird am Greselius-Gymnasium Bramsche durch unterschiedlichste Aktionen, Projekte und Veranstaltungen versucht, diesen Zielen gerecht zu werden.

Auch zu diesem Zweck wurde 1999 das GreselForum gegründet. Es möchte mit einer besonderen, mitunter außergewöhnlichen Angebotspalette, die alle Fächer berücksichtigt und in erster Linie auf die Aktivität und Kreativität der Schüler abzielt, einen weiteren Beitrag zur Gestaltung des Schullebens, zur Öffnung von Unterricht und Schule leisten, dabei nach Möglichkeit auch die Eltern einbeziehen sowie eine interessierte Öffentlichkeit ansprechen.

Außer diesen Angeboten des GreselForums gibt es noch zahlreiche Veranstaltungen, die von Fach- bzw. Lerngruppen initiiert bzw. besucht werden.

Zu den regelmäßigen Aktionen, Projekten und Veranstaltungen zählen:

1. Schule und Theater

Das Greselius-Gymnasium nimmt am Kooperationsprojekt „Schule und Theater“ des Theaters Osnabrück teil, was bedeutet, dass jede Klasse (mindestens) einmal pro Jahr eine zuvor gebuchte Theaterveranstaltung (Schauspiel, Jugend-, Musik-, Tanztheater) besucht; die Vor- und Nachbereitung findet im Unterricht bzw. mithilfe der Theater- und Musikpädagogen aus Osnabrück statt. Zusätzliche Veranstaltungen wie Bühnenführungen, Gespräche mit Regisseuren, szenische Vorbereitungen o.ä. sind je nach Interesse der Lerngruppen möglich.

Neben den oben genannten Zielen unterstützt dieses Projekt natürlich auch die Zielsetzungen des Deutsch- bzw. Musikunterrichts. In den entsprechenden Lehrplänen ist in mehreren Jahrgängen ausdrücklich die intensive Beschäftigung mit dem Schauspiel bzw. der Oper vorgesehen.

Auch die Theater-AG, die beiden Chöre und die Bigband sind wesentliche Bausteine der kulturellen und pädagogischen Arbeit des Greselius-Gymnasiums.

2. Leseförderung

Neben den im Deutschunterricht üblichen Lesefördermaßnahmen unterstützt das Greselius-Gymnasium dieses Anliegen mit einigen inner- bzw. außerschulischen Veranstaltungen, z.B. mit der Teilnahme

  • am Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels (speziell für die Klassen 6; der Schulsieger vertritt auf überregionaler Ebene die Schule)

  • an Aktionen der „Stiftung Lesen“ (dazu gehören z.B. Wettbewerbe, Veranstaltungen im Rahmen des „Tages des Buches“, Vorlesen vor jüngeren Kindern)

  • am Projekt „Nimm dir ein Buch“ (des Deutschen Buchhandels, des Universum e.V. und der Alten Webschule Bramsche; zu den jährlichen Veranstaltungen zählen eine Autorenlesung in der Schule für die Jahrgänge 5/6, Schreibworkshops u.a.).

Als Ergänzung zu den Unterrichtseinheiten „Märchen“ und „Erzählen“ des Deutschunterrichts präsentiert ein professioneller Märchenerzähler vor den Fünftklässlern seine Kunst.

Plattdeutsch lernen die Schüler im Rahmen einer AG, die von dem Vorsitzenden des Heimatvereins Achmer, Herrn Stehr, geleitet wird. Die regelmäßige Teilnahme am niedersächsischen Wettbewerb „Plattdeutsch lesen“ der Sparkassen ist eines der angestrebten Ziele. Die Beschäftigung mit der niederdeutschen Mundart und deren Pflege und Förderung sind das oberste Ziel beim Wettbewerb „Schüler lesen Platt“. Daneben sind aber auch die Förderung des sozialen Lernens sowie die Persönlichkeitsförderung der Jugendlichen durch Entwicklung des Selbstbewusstseins und des Selbstwertgefühls von großer Bedeutung.

3. Veranstaltungen des GreselForums, die den Unterricht in Deutsch, Geschichte, Politik-Wirtschaft und Religion ergänzen

Das GreselForum legt einen weiteren Schwerpunkt auf das Engagement von Experten und mobilen Theatergruppen, die interessante, aktuelle Unterrichtsergänzungen anbieten. Zentrales Anliegen dieser Zusatzangebote ist neben der Vertiefung der Unterrichtsinhalte die Schulung der Diskussions- und Kritikfähigkeit der Schüler.

Darüber hinaus veranstaltet das GreselForum zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind Vortragsreihen/Diskussionsabende mit namhaften Referenten.

4. Aktionen zur Gewaltprävention bzw. gegen Rassismus

Das Greselius-Gymnasium ist mit der Auszeichnung als „Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage“ die Verpflichtung eingegangen, sich in hohem Maße gegen Diskriminierung, Drogen, Gewalt und Rassismus zu engagieren. Das bedeutet auch, dass mindestens einmal pro Schuljahr – oft auf Initiative des GreselForums und der SV – eine besondere Veranstaltung zu diesem Themenbereich durchgeführt wird. Unverzichtbar in diesem Zusammenhang sind außerdem die in den Jahrgangsstufen 5/6 regelmäßig stattfindenden Trainingseinheiten zur Stärkung der Sozialkompetenz in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Dekanatsjugendreferenten sowie die Schulgemeinschaftstage in der Jahrgangsstufe 11 (bzw. 10).

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5. Methodenkonzept

Ein Schüler ohne Methodenkompetenz ist nach Auffassung Klipperts1 wie ein Blinder ohne Orientierungsstab, er bedarf zwangsläufig der Hilfe anderer, was sich nachteilig auf die eigene Mündigkeit und somit auch die Persönlichkeitsentwicklung auswirkt. „Nur wer gelernt hat, seinen eigenen Lernprozess selbständig zu organisieren, wird unabhängig werden von fremdbestimmten Lernprozessen und damit die notwendige Selbstständigkeit in späteren Entscheidungs- und Handlungssituationen erlangen. Nur wer Lernen gelernt hat, wird immun sein gegen Manipulationsversuche einzelner Informationsträger und wird gemeinsam mit anderen zu mündiger Selbstbestimmung finden.“2

Nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer profitieren von der verstärkten Ausbildung/dem intensiven, kontinuierlichen Training elementarer Methoden, weil sie durch diese einheitliche Methodengrundbildung und die (sich entwickelnde/entwickelte) Fähigkeit der Schüler, selbstständiger, konstruktiver sowie zielstrebiger zu arbeiten und zu lernen, entlastet werden.

Um Schülern die nötige Methodenkompetenz zu vermitteln, reichen z.B. Intensivwochen oder Crashkurse nicht aus, vielmehr bedarf es eines/einer regelmäßigen, kontinuierlichen, verbindlichen Methodentrainings/-pflege in allen Fächern, dabei ist es unverzichtbar, dass Methodenlernen und inhaltlich-fachliches Lernen eine Einheit bilden und dass die grundlegenden Methoden immer wieder auch reflektiert, hinterfragt und bewusst optimiert werden.

Die eingeführten und geübten Methoden müssen in einer bestimmten Form festgehalten und dokumentiert werden (in einem speziellen (Schüler-)Ordner, im Klassenbuch oder gut sichtbar im Klassenzimmer, z.B. auf einem Wandposter).

Der Grundsatzerlass „Die Arbeit in den Schuljahrgängen 5 bis 10 des Gymnasiums" bestimmt u.a.:

4.14 In den Schuljahrgängen 5 bis 10 sollen die Schülerinnen und Schüler in den folgenden Bereichen fachübergreifende methodische Kompetenzen erwerben:

Umgang mit der Bibliothek und dem Internet;

Anfertigen von Unterrichtsprotokollen und einfachen Referaten;

Textverarbeitung und Tabellenkalkulation;

Gestaltung und Strukturierung mündlicher Vorträge;

Mediengestützte Präsentationsverfahren.

Hierzu entwickelt die Schule ein Methodenkonzept und bestimmt je Schuljahrgang ein Fach, in dem im Umfang von mindestens zehn Wochenstunden im Schuljahr die entsprechenden Methoden vermittelt werden.

Über diese Auflagenverpflichtung hinaus übernehmen am Greselius-Gymnasium bestimmte Fächer ab Klasse 5 federführend die verbindliche (aufsteigende) Vermittlung einer/mehrerer (Fein-)Methode(n), was jedoch die anderen Fächer nicht von Modifizierungen, Spezifizierungen usw. entbindet.

1 H. Klippert, Methodentraining. Übungsbausteine für den Unterricht, Weinheim/Basel 200414, S.2

2 W. Rainer, Lernen lernen. Ein Bildungsauftrag der Schule, Paderborn 1981, S.132 – zit. nach H. Klippert, S.27

 

 

Methodenkonzept für die Jahrgänge 5 – 10

 

Fach

 

Jahrgang 5

Jahrgang 6

Jahrgang 7

Jahrgang 8

Jahrgang 9

Jahrgang 10

Erdkunde

Geschichte

Einführung in die Kartenarbeit

Vertiefung der Kartenarbeit

 

 

Analyse von Karikaturen und Schaubildern

mediengestützte Präsentations-verfahren

Mathematik

 

Tabellenkalkulation

 

 

 

 

Deutsch

Cluster / Mindmap

Lernplakat

Präsentieren (Buchvorstellung / Einführung in die Bibliothek)

Rollenspiel

Textmarkieren und Textstrukturieren;

Textverarbeitung (Word)

Lesetechniken;

Standbildverfahren

Anfertigung von Referaten;

Gestaltung und Strukturierung freier Vorträge

 

 

 

Physik

Chemie

Biologie

Einführung in das Anfertigen naturwissenschaftlicher Protokolle

Einführung in das Anfertigen naturwissen-schaftlicher
Protokolle

Anfertigung von Versuchs-protokollen in der Chemie

Anfertigung naturwissen-schaftlicher Protokolle

 

 

Politik-Wirtschaft

 

 

 

Rollenspiel

Analyse von Karikaturen und Schaubildern

 

Englisch

Französisch

Grundlagen des Vokabellernens

Gruppen-/Partnerarbeit (nur Englisch)

 

Grundlagen des Vokabellernens;

Gruppen-/Partnerarbeit

Arbeit mit Karteikarten

Stationenlernen

 

 

 

mediengestützte Präsentations-verfahren

Latein

 

Grundlagen des Vokabellernens;

Visualisierung grammatischer Strukturen

 

 

 

 

Geschichte

Internetrecherche

Interview (Zeitzeugen)

Analyse von Schaubildern

Kartenarbeit

Quellenarbeit

Präsentieren

 

 

 

 

Kunst

Visualisieren

Visualisieren

 

 

 

 

fächerübergreifend

„Internetführerschein“

 

 

6. Prävention (Gewalt und Drogen, Gesundheitsvorsorge)

 

Konzept gegen Sucht und Gewalt, für Gesundheit

Schülerinnen und Schüler über die Gefahren jeglicher Formen von Sucht und Gewalt aufzuklären, sowie sie dagegen stark zu machen gehört zum Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule.

Die heutige Gesellschaft verändert sich. Für Kinder und Jugendliche, die das Bedürfnis nach festen Strukturen und Kontinuität haben, ist der Anpassungsdruck hoch. Eine wachsende Anzahl Jugendlicher ist verunsichert. Es mangelt ihnen an Selbstwertgefühl und Vertrauen in andere. Diese zwei Aspekte sind Voraussetzungen für die Persönlichkeitsentwicklung. Das Abkapseln von der Gesellschaft und die damit verbundene Flucht in scheinbar bessere Traumwelten (u.a. Drogenmissbrauch, Internetsucht) ist in der heutigen Zeit keine Seltenheit mehr. Dies zieht psychische und gesundheitliche Konsequenzen nach sich. Auch die Gewaltbereitschaft unter Kindern und Jugendlichen nimmt erschreckend zu.

Prävention als Teil der gesamtschulischen Gesundheitsförderung zielt darauf ab, den hier genannten Problemen vorzubeugen, die Schülerinnen und Schüler darauf vorzubereiten, sich mit ihnen auseinander zu setzen, sowie Handlungsstrategien zu vermitteln.

Das vorliegende Präventionskonzept liefert verbindliche Formen und Strukturen und schafft somit Grundlagen dafür, dass an unserer Schule systematisch Prävention betrieben werden kann.

Bei der Entwicklung des Präventionskonzepts am Greselius-Gymnasium finden mehrere Schwerpunkte Berücksichtigung:

  • Suchtprävention (Alkohol, Drogen, Essstörungen)

  • Gewaltprävention

  • Soziales Lernen

  • Lernen lernen

  • Gesundheitsförderung

  • Stärkung der Selbstkompetenz

Das Greselius-Gymnasium hat sich den Präventionsprojekten PaC („Prävention als Chance“) und Lions-Quest („Erwachsen werden“) angeschlossen.

PaC beruht auf dem Konzept der Programmträger Landeskriminalamt Niedersachsen und Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover. Es ist ein lokal orientiertes Projekt, in dem versucht wird, das Prinzip der umfassenden schulbezogenen Gewaltprävention weiterzuent-wickeln und ein Programm anzubieten, das die Chance auf eine nachhaltige Verringerung von gewalthaftem Konfliktverhalten von Kindern und Jugendlichen eröffnet. Es ist ein Pro-gramm, das bestehende Angebote zur Gewaltprävention verschiedener Anbieter in Form eines Bausteinsystems inhaltlich und methodisch aufeinander abgestimmt hat und sich mit diesem Gesamtpaket an einen örtlichen Verbund von Grundschulen, weiterführenden Schu-len und Kindertageseinrichtungen sowie an Träger der Jugendhilfe innerhalb eines Bezirkes richtet. Gerade aus diesem Grund ist es nötig, dass unsere Schule die in der Grundschule erarbeiteten Bausteine übernimmt und weiterführt.


PaC verfolgt fünf gleichrangige Ziele:

  • Förderung und Stärkung sozialer Kompetenzen für den Umgang mit Konflikten,

  • Verbesserung des Klassen- und Schulklimas,

  • Reduzierung von Gewalt und anderen Regelverletzungen,

  • Reduzierung von Verletzungen und Sachschäden sowie nachhaltige
    Implementierung von Gewaltprävention an Schulen und Kindertageseinrichtungen.

Kernstück von PaC ist der Baustein Sozialtraining, der schrittweise in den Unterricht integriert oder in Form von Projekten in das Schulleben eingeführt wird. Beginnend mit dem 5. Jahr-gang soll das Sozialtraining dann aufbauend auch für die anderen Jahrgänge weitergeführt und durch Mediation und Methodentraining ergänzt werden.

Mediation am Greselius-Gymnasium

An unserer Schule werden zurzeit vier Lehrkräfte zu Mediatoren ausgebildet. Dies geschieht im Rahmen des allgemeinen schulischen Gewaltpräventionskonzeptes.

Mediation ist eine in der Praxis bewährte Form der Streitkultur und Konfliktlösung, die auf die Vermittlung zwischen Konfliktparteien zielt. In Form des „Konfliktlotsen-Programms“ hält die Mediation auch Einzug in Schulen. Schüler/Innen erhalten auf freiwilliger Basis eine Schulung in Mediation und werden zu „Konfliktlotsen“ ausgebildet, um bei Streitsituationen im Alltag vermitteln zu können. Das „Konfliktlotsen-Programm“ ist ein Teil der Schulmediation, die die gesamte Schule und das Umfeld einbezieht und zur Entwicklung einer „neuen“ Schul- und Konfliktkultur beitragen kann.

Mit der Qualifizierung erhalten Lehrkräfte unserer Schule Kenntnisse und Fähigkeiten, als Me-diatoren aktiv zu werden. Es geht darum, Rahmenbedingungen der Schulmediation zu erar-beiten und das „Konfliktlotsen-Programm“ einzurichten.

Der Erwerb einer Methodenkompetenz zur Ausbildung und Begleitung von Konfliktlotsen ist dabei ebenso wichtiger Bestandteil wie eine praktische Mediationstätigkeit und deren Refle-xion und Supervision in der Lehrgangsgruppe.

Im Weiteren sind die äußeren Bedingungen für die Umsetzung des gesamten Programms, das Wann? und Wo?, genannt.

Zum einen ist sichergestellt, dass ein Raum ausschließlich für Mediation zur Verfügung ge-stellt wird. Er muss dauerhaft verfügbar sein, um eine kontinuierliche Präsenz und Bereit-schaft zu garantieren. Hier finden nämlich die Mediation an sich, die Ausbildung der Kon-fliktlotsen und die AG-Besprechungen statt. Eine entsprechende Raumgröße und Lage ist gewährleistet und die Ausgestaltung des Raumes an sich ist in der Diskussion.

Zum anderen wird geklärt, inwieweit die AG Konfliktlotsenausbildung in den allgemeinen Schulablauf eingebunden werden kann. Es sind zunächst einmal die Nachmittagsstunden vorgesehen, allerdings ist die Schule durchaus willens, sie in den gängigen Unterrichtsverlauf mit einzubinden, zum Beispiel als Randstunden-AG.

Lions-Quest zeigt jetzt am Greselius-Gymnasium neue Wege…lions-quest

Die Förderung sozialer Kompetenzen junger Menschen in der Schule steht im Mittel-punkt von „Erwachsen werden“. Das Programm will die Schülerinnen und Schüler dabei un-terstützen, ihr Selbstvertrauen und ihre kommunikative Kompetenz zu stärken, Kontakte und Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, Konflikt- und Risikosituationen in ihrem Alltag zu begegnen und für Probleme, die gerade die Pubertät gehäuft mit sich bringt, konstruktive Lösungen zu finden. Gleichzeitig möchte es ihnen beim Aufbau eines eigenen Wertesystems Orientierung anbieten. Damit ordnet sich das Konzept in den Ansatz der Life-Skills-Erzie-hung („Lebenskompetenz-Erziehung“) ein, dem von der aktuellen Forschung die größten Erfolgsaussichten bei der Prävention (selbst-) zerstörerischer Verhaltensweisen zugesprochen werden.

„Erwachsen werden“ knüpft an vielen Lehrerinnen und Lehrern bereits bekannte Erfahrungen und Methoden (Interaktionsspiele, Visualisierung, Rollenspiele, Modelllernen...) an und ver-bindet diese mit Themen, die in der Pubertät im Vordergrund stehen.

Jeder der sieben Teile von „Erwachsen werden“ ist einem besonderen Thema gewidmet:

1. Teil - Ich und meine (neue) Gruppe

Der erste Teil beschäftigt sich mit Fragen der eigenen Person: Wer bin ich? Wer sind die an-deren? Wie gehen wir miteinander um? Welche Bedeutung hat die Gruppe und wie beein-flusst sie mich? Diese Themen schaffen die Grundlage für eine vertrauensvolle und kon-struktive Lernatmosphäre und damit für die gemeinsame Arbeit mit den weiteren Teilen des Programms. Als Angebot sind Themen eingefügt, die helfen können, die begonnene bzw. bevorstehende Lebensphase der Pubertät besser zu verstehen und zu bewältigen.

2. Teil - Stärkung des Selbstvertrauens

Ein angemessenes realistisches Selbstvertrauen ist für die Entwicklung der Kinder und Ju-gendlichen von zentraler Bedeutung. Was ist eigentlich Selbstvertrauen? Worauf gründet sich mein Selbstvertrauen? Wie kann ich mein eigenes oder auch das Selbstvertrauen anderer stärken? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Themen des zweiten Teils. Sich der eigenen Fähigkeiten und Stärken bewusst werden, diese auch einzusetzen und dafür Anerkennung zu bekommen, fördert die Ausbildung eines gesunden Selbstvertrauens.

3. Teil - Mit Gefühlen umgehen

„Ich verstehe mich und meine Gefühle besser.“ Die Kinder und Jugendlichen werden in der Fähigkeit gefördert, eigene Gefühle wahrzunehmen und ernst zu nehmen, sie zu akzeptieren, auszudrücken und als etwas zu begreifen, das ihnen bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit hilft. Ein wichtiges Thema in diesem Teil ist auch der Umgang mit belastenden Situationen.

4. Teil - Die Beziehungen zu meinen Freunden

„Ich tue etwas für meine Freundschaften.“ Wie kann man echte Freundschaften aufbauen, weiterentwickeln, verbessern? Welchen Einfluss hat die Clique? Wie hält man Gruppendruck stand? Wie kann man Meinungsverschiedenheiten oder Konflikte in einer Freundschaft kon-struktiv lösen? Wie geht man mit Enttäuschungen, mit einem Verlust um?

5. Teil - Mein Zuhause

Wo ist mein Zuhause? Die Zusammensetzung der Familien und das Zusammenleben haben sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Welche Erwartungen und Wünsche haben Kinder und Jugendliche, was empfinden sie als enttäuschend oder konfliktträchtig? Dieser Teil regt an, die Beziehungen innerhalb des eigenen Zuhauses und in anderen Familien zu reflektieren und Schritte zur Verbesserung der Beziehungen oder zur Lösung von Konflikten zu probieren.

6. Teil - Es gibt Versuchungen: Entscheide dich

„Ich treffe meine Entscheidungen.“ In diesem Teil geht es um das Problem der Verant-wortung eigener Entscheidungen u.a. zu den Themen Lebensstil, Umgang mit dem eigenen Körper, berufliche Zukunft. Hier werden auch Informationen über Suchtmittel und Fragen des Suchtverhaltens aufgegriffen: z.B. Wirkung von Tabak, Alkohol, illegalen Drogen, die Rolle der Werbung und der Medien, Vermeidung von Suchtverhalten.

7. Teil - Ich weiß, was ich will

„Ich weiß, was ich will.“ Kinder und Jugendliche haben viele Träume und Hoffnungen, was sie einmal in ihrem Leben erreichen möchten. Doch damit ihre Träume und Hoffnungen Rea-lität werden können, müssen sie sich Ziele setzen und sich auf den Weg machen. Mit Über-legung, Anstrengung, Geduld und Selbstdisziplin lässt sich Vieles erreichen. Der letzte Teil von „Erwachsen werden“ vermittelt Hilfen zu diesem Weg.

Die Teile des Programms bilden ein Angebot für ein vollständiges, fächerübergreifendes Cur-riculum, das außerdem noch zahlreiche Anlässe bietet, Elternhaus und soziales Umfeld der Kinder und Jugendlichen einzubeziehen. Lions-Quest ist also ein Vorsorge-Programm, das Schüler/Innen im Alter von 10-15 Jahren auf die selbstständige Bewältigung der bevorste-henden Aufgaben ihrer Lebensphase vorbereitet. Wir benötigen ein Programm, das Anregun-gen und Unterstützung für die Umsetzung unserer Pläne liefert und uns ein erprobtes Curri-culum anbietet. Dies haben wir in Lions-Quest gefunden.

Die o.g. konkreten Ziele des Programms werden in zwei Bausteinen vermittelt. Während Baustein A zu Arbeitsweisen, Strategien und Anregungen zur Vermittlung von sozialen und kommunikativen Kompetenzen und dem Erwerb neuer Verhaltens- und Handlungsmöglich-keiten führt, hilft Baustein B bei der direkten Umsetzung dieser Ziele in unserer Schule.

Die einzelnen Bausteine der beiden Konzepte sollen teilweise unterrichtsbegleitend, im Un-terricht integriert (Biologie, Sport, Werte und Normen) oder in Form von 2-3 Projekttagen thematisiert werden. Entsprechend der Jahrgangsstufen sollen altersadäquat die folgenden Schwerpunkte gesetzt werden:

  • Jahrgang 5 Soziales Training

- Kommunikations- und Kooperationstraining

- Gesprächs- und Klassenregeln, Selbst- und

Fremdwahrnehmung-
- Förderung der Integration

  • Jahrgang 6 Gewaltprävention

- Antigewalttraining (in Zusammenarbeit mit der Polizei)

- Lernen lernen

  • Jahrgang 7 Sexualität (in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt)

- Mein Körper gehört mir

- Aids

- Gesundheitsförderung (Jugendgesundheitstage, Krankenkassen)

  • Jahrgang 8 Suchtprävention

- Alkohol (Beratungsstellen für Suchtkranke)

- Essstörungen

  • Jahrgang 9 Suchtprävention

- Drogen (Beratungsstellen für Suchtkranke)

- Antigewalttraining

- Konfliktlotsen, Paten Klasse 5

  • Jahrgang 10 Schulgemeinschaftstage (Schüler wählen für sich relevante Themen aus)

Stressbewältigung: Wie man mit Frust produktiv umgehen kann

Je nach Bedarf, Angebot und Möglichkeit sollen zu den Schwerpunkten Lehrerfortbildungen, Unterrichtsmaterialien und Elterninformationen angeboten werden. Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist bezüglich der dargestellten Problematik von besonderer Bedeutung.

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7. Schulelternrat

Eine starke Schule ist eine starke Gemeinschaft – eine starke Gemeinschaft hat starke Mit-glieder – Schüler, Lehrer und Eltern bilden die starke Gemeinschaft des Greselius-Gymnasiums.

Ziel der Elternarbeit

Ziel der organisierten Elternschaft ist, die pädagogische Arbeit der Lehrerschaft zu unterstützen und zu einer angenehmen und fruchtbaren Lernatmosphäre auf unserer Schule beizutragen.

Gremien

Die Elternbeteiligung am Greselius-Gymnasium ist in unterschiedlichen Bereichen des Schullebens gefragt und nötig. Sie ist in verschiedenen Gremien, Fachkonferenzen und Arbeitskreisen präsent.

Der Schulelternrat besteht aus den gewählten Vertretern der Klassenelternschaften und zählt im Schuljahr 2007/08 um die 66 Mitglieder. Der Schulelternrat ist vertreten in der Gesamtkonferenz, den Fachkonferenzen und im Stadt- und Kreiselternrat.

Er verkörpert einen Kommunikationspunkt zwischen Schule, Lehrern, Schülern, Eltern und der Öffentlichkeit.

Der Vorstand des Schulelternrats hält die organisatorischen Fäden in der Hand.

Das im Schuljahr 2007/08 in Kraft getretene neue Niedersächsische Schulgesetz hat die Schullandschaft verändert. Die Einführung der Eigenverantwortlichen Schule und des Schulvorstandes als neues Gremium gibt den Erziehungsberechtigten die Möglichkeit, die Kinder auf ihrem schulischen Weg zu begleiten und diesen auch mitzugestalten.

Der Schulvorstand in unserer Schule besteht aus acht Lehrern, vier Eltern und vier Schülern.

Dieses Beschlussorgan hat wesentliche Entscheidungsbefugnisse im Hinblick auf die Qualitätsentwicklung und Organisation des Lernens in unserer Schule.

Arbeit der Gremien

Der Schulelternrat tagt zweimal in einem Schuljahr. Sein Ziel ist Vorschläge, Ideen und Anregungen zu sammeln, um die schulischen Bedingungen zu verbessern und Veranstaltungen des Gymnasiums – wie zum Beispiel das Sommerfest – zu unterstützen.

In einem Flyer und auf der für alle Interessenten zugänglichen Internetseite des Greselius- Gymnasiums informiert der Schulelternrat jedes Jahr die Eltern über seine Arbeit. Der von ihm verfasste ,Wegweiser durch die Schule‘ erleichtert den Fünftklässlern den Einstieg und das Zurechtfinden in der neuen Umgebung.

In den letzten Jahren lag den Vertretern des Schulelternrates die Verpflegung der Kinder in der Schule besonders am Herzen. Ihr Anliegen ist, in der Zukunft weiterhin mit Hilfe von Engagierte Eltern arbeiten mit der Stadt Bramsche und mit anderen Schulen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und Probleme zu lösen.

In dem Schuljahr 2007/08 wurden Arbeitsgruppen aus Lehrern, Eltern und Schülern mit dem Ziel der Qualitätsentwicklung in unserer Schule eingerichtet. Interessierte Eltern nahmen an der Entwicklung von Konzepten zu bestimmten Themenbereichen teil.

Der Vorstand des Schulelternrates des Greselius-Gymnasiums hat die informative Arbeit über die Eigenverantwortliche Schule und die mit ihr verbundenen organisatorischen Veränderungen gegenüber der Elternschaft in die Hand genommen. Er hat die Wahl für das neue Entscheidungsgremium, den Schulvorstand, maßgeblich vorbereitet und durchgeführt. In der Zukunft wird von seiner Seite ein guter Informationsfluss zwischen beiden Gremien angestrebt.

Als Mitglieder der Gesamtkonferenz und Fachkonferenzen haben die Vertreter der Elternschaft Mitspracherecht bei den pädagogischen Angelegenheiten der Schule.

Der Schulvorstand hat auch in unserer Schule im November 2007 seine Arbeit in Hinblick auf die Entwicklung der Schulqualität aufgenommen.

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8. Schullaufbahnberatung

Die Schullaufbahnberatung erfolgt in allen Jahrgängen durch die/den zuständigen Mittelstufen- bzw. Oberstufenkoordinator(in) in enger Abstimmung mit den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern und den Tutorinnen und Tutoren. Sie alle stehen Schülerinnen und Schülern sowie Eltern jederzeit zur Rücksprache und Beratung zur Verfügung.

Folgende Veranstaltungen sind Bestandteil des Konzepts zur Information und zur Schullaufbahnberatung und finden regelmäßig statt:

Klasse 4 (Grundschule)

In allen Grundschulen des Einzugsbereiches wird nach Absprache mit den Leiterinnen und Leitern der Grundschulen in einer Elterninformation zusammen mit Haupt- und Realschulen auch das Greselius-Gymnasium Bramsche als weiterführende Schule mit seinen unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Schwerpunkten vorgestellt.

An einem „Tag der offenen Schule“ stellt sich das Greselius-Gymnasium allen Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern der Grundschulen vor. An diesem Tag besteht in vielen Fachbereichen die Möglichkeit, die pädagogische Arbeit der Schule kennen zu lernen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Informationen und Schnupperstunden in den zweiten Fremdsprachen (Französisch und Latein), an denen die Grundschülerinnen und Grundschüler zusammen mit ihren Eltern teilnehmen können.

Klasse 5

Im Zuge der endgültigen Wahl der zweiten Fremdsprache stehen die/der zuständige Koordinator(in) sowie die Fachobleute für Französisch und Latein den Schülerinnen und Schülern sowie ihren Eltern als Beratungs- und Ansprechpartner zur Verfügung. In diesem Zusammenhang findet eine weitere Informationsveranstaltung für Schüler statt.

Insbesondere in der Phase des Übergangs in die gymnasiale Oberstufe sind folgende regelmäßig stattfindende Veranstaltungen Bestandteil des Beratungs- und Informationskonzepts:

Klasse 9 (jeweils nach den Herbstferien)

Information der Schülerinnen und Schüler über die Einführungsphase und die schulspezifische Profilierung der Qualifikationsphase mit der ausdrücklichen Aufforderung zur Inan-spruchnahme individueller Beratung durch die/den Koordinator(in).

Klasse 10 (gegen Ende des 1. Halbjahres)

Information der Schülerinnen und Schüler über die schulspezifische Profilierung der Qualifikationsphase und die Rahmenbedingungen für die einzelnen (Profil-)Schwerpunkte, insbesondere im Hinblick auf die Belegungsverpflichtungen und die Wahl der Prüfungsfächer.

Klasse 11 (etwa zum Halbjahreswechsel)

Information der Eltern über die (schulspezifische) Struktur der gymnasialen Oberstufe, die Belegungs- und Einbringverpflichtungen, die Bedingungen und den Ablauf der Abiturprüfung. An dieser Veranstaltung können selbstverständlich auch Schülerinnen und Schüler teilnehmen.

Auch in diesen Veranstaltungen werden Schüler/innen und Eltern ausdrücklich ermuntert, die Möglichkeit individueller Beratung durch die/den Koordinator/in zu nutzen.

Im Verlauf der Jahrgangsstufe 11 erfolgt eine individuelle Schullaufbahnberatung durch die/den Oberstufenkoordinator/in nach Rücksprache.

Am Ende des 11. Jahrgangs findet eine Stufenkonferenz statt, an der alle Kursleiterinnen und Kursleiter sowie Eltern- und Schülervertreter teilnehmen. In dieser Konferenz werden analog zu einer Zeugniskonferenz die bisher erzielten Leistungen aller Schülerinnen und Schüler behandelt. Dabei werden für erforderlich gehaltene Beratungs- und Fördermaßnahmen vereinbart.

Am Ende der Jahrgangsstufe 11 rückt mehr und mehr die Abiturprüfung in den Mittelpunkt. Im einzelnen finden regelmäßig folgende Veranstaltungen statt:

Klasse 11 (gegen Ende des Schuljahres)

Abiturinformation 1 (endgültige Festlegung der Prüfungsfächer / vorläufige Meldung zur Abiturprüfung) In dieser Informationsveranstaltung werden den Schülerinnen und Schülern die genauen Belegungs- und Einbringverpflichtungen, die Zusammensetzung der Gesamtqualifikation und der Ablauf der Abiturprüfung erläutert. Zwei Tage nach dieser Veranstaltung geben die Schülerinnen und Schüler eine „vorläufige Meldung zur Abiturprüfung“ ab, in der auch die endgültige Wahl der Prüfungsfächer der Schule mitgeteilt wird.

Im Verlauf der Jahrgangsstufe 12 erfolgt wiederum eine individuelle Schullaufbahnberatung nach Rücksprache.

Klasse 12 (gegen Ende des 4. Halbjahres)

Abiturinformation 2 (Meldung zur Abiturprüfung). In dieser Veranstaltung werden die Bedingungen für die Meldung und Zulassung zur Abiturprüfung behandelt, die (vorbereiteten) individuellen Meldebögen vorgestellt und der organisatorische Ablauf der schriftlichen und mündlichen Abiturprüfungen erläutert. Auch die Belehrungen gemäß AVO-GOFAK über die Abiturprüfung erfolgen in dieser Veranstaltung. Am Tag nach dieser Veranstaltung haben die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, sich bei der Durchsicht der vorbereiteten „Meldung zur Abiturprüfung“ durch die Tutorinnen und Tutoren beraten zu lassen, die am darauffolgenden Tag abzugeben ist.

Klasse 12 (Abschluss der Abiturprüfung)

Den Abschluss des Beratungs- und Informationskonzepts in der Oberstufe bildet die Abiturinformation 3 (Mitteilung der Ergebnisse der schriftlichen Prüfung).

Bei der Aushändigung der Ergebnisse wird bereits durch den Koordinator auf dem Ergebnisbogen bei denjenigen Prüflingen ein Vermerk „bitte Rücksprache“ angebracht, die zu diesem Zeitpunkt die Prüfung noch nicht bestanden haben.

Unmittelbar im Anschluss an die Aushändigung der Ergebnisbögen besteht für diese, wie natürlich auch für alle anderen Prüflinge, die Möglichkeit, sich im Hinblick auf eine eventuelle freiwillige Meldung zu zusätzlichen mündlichen Prüfungen durch den Oberstufenkoordinator individuell beraten zu lassen.

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9. Schulleben und außerschulische Aktivitäten

Sport

  • vielfältige Teilnahme an den Wettkämpfen von „Jugend trainiert für Olympia“: Fußball, Basketball, Handball, Schwimmen, Geräteturnen, Rudern

  • Rudern: vielfältige Erfolge bei regionalen und überregionalen Regatten und Wettkämpfen

  • Radsternfahrt: Teilnahme möglichst vieler Klassen der Jahrgänge 7 bis 13; mehrfach ausgezeichnet wegen der besonders vielen Teilnehmer an der Radsternfahrt

  • Sportfeste

  • jährliche Turniere einzelner Jahrgangsstufen (derzeit: Indian-Dutch-Turnier für die Jahrgänge 5 und 6 am Rosenmontag; Turnier der Klassen 10 in den großen Ballspielen)

  • Skifahrten (Seminarfach Sport in der Stufe 12; einzelne Klassen der Jahrgangsstufe 8)

Musikalisch/Künstlerische Aktionen

  • Unterstufenchor der Jahrgänge 5 und 6

  • Chor der Jahrgänge 7 bis 13

  • Big Band

  • Theaterprojekt in Zusammenarbeit mit dem Theater der Stadt Osnabrück

  • Regelmäßige Vorträge in der Schule zu ausgewählten Themen

Mathematik / Naturwissenschaften

  • Teilnahme an der Mathematikolympiade

  • Teilnahme an der Osnabrücker Mathematikolympiade (OMO)

  • Känguru-Wettbewerb einzelner Jahrgänge

  • Teilnahme am Bundeswettbewerb der Mathematik

  • Teilnahme an dem Wettbewerb „Das ist Chemie“

  • biologische Exkursionen

Sprachen (Deutsch und Fremdsprachen)

  • Lesewettbewerbe in Deutsch und in Plattdeutsch

  • Zeitungsprojekt (Klassenweises Abonnieren der Bramscher Nachrichten)

  • Besuch von fremdsprachlichen Film- und Theateraufführungen

  • DELF mit Prüfung in der eigenen Schule

  • Englandaustausch

  • Frankreichaustausch

  • Organisation und Förderung von Austauschprogrammen wie z.B. dem Voltaire-Programm

  • Integration von Fremdsprachenassistenten in Französisch und Englisch

  • Spanisch-AG

  • Griechisch-AG

  • Plattdeutsch-AG

SV

  • Aktionen zum Projekt „Schule mit Courage“

  • Schülerball

  • Geschenkaktionen zum Valentinstag und zum Nikolaus

  • Mitorganisation des Sommerfestes und der Veranstaltung „music & motion“

Jährliche Veranstaltungen

  • Ruderball

  • Schülerball

  • Talentshow „music & motion“

  • Weihnachtsbasar

  • Konzerte mit Chor und Big Band

  • Sommerfest

Fahrten und Ausflüge

  • Skifahrt des Seminarfach Sports im Jahrgang 12

  • Skifahrt einzelner Klassen des Jahrgangs 8

  • Besinnungstage in Zusammenarbeit mit entsprechend geschulten Personal im Jahrgang 11

  • Klassenfahrten in den Jahrgängen 6 und 8

  • Jährliche Teilnahme an der Radsternfahrt

Arbeitsgemeinschaften

Einige Arbeitsgemeinschaften laufen immer wieder (zum Teil bereits seit Jahren), wie z.B. die Chöre, die Big Band und das Computerschreiben. Andere Arbeitsgemeinschaften sind neu etabliert worden, wie z.B. die Schülerzeitung.

Wir sind bemüht unser AG-Angebot stetig zu erweitern.

Folgende Arbeitsgemeinschaften gibt / gab es im 2.Halbjahr 2007 / 2008:

  • Big Band

  • Chor für den Jahrgang 5 und 6

  • Computerschreiben

  • Chor für die Jahrgänge 7 bis 13

  • Fitness für die Jahrgänge 9 bis 13

  • Griechisch für die Jahrgänge 9 bis 11

  • Handball für die Jahrgänge 6 bis 8

  • Homepagegestaltung

  • Paten der Klasse 5 für den Jahrgang 9

  • Plattdeutsch für die Jahrgänge 5 bis 7

  • Quilt / Patchwork

  • Rudern für die Jahrgänge 6 bis 13

  • Schach für die Jahrgänge 5 bis 8

  • Schülerzeitung für die Jahrgänge 8 bis 13

  • Spanisch für den Jahrgang 9 bis 12

10. Schulleitung

Arbeitskonzept - Schulleitung

Vorbemerkung

Unbeschadet der im Niedersächsischen Schulgesetz verankerten besonderen Stellung und Gesamtverantwortung des Schulleiters ist die Bewältigung der mit der Leitung des Grese­lius-Gymnasiums verbundenen Aufgaben nur möglich, wenn sich alle Mitglieder der erwei­terten Schulleitung, d.h., der Schulleiter, der ständige Vertreter des Schulleiters und die schulfachli­chen Koordinatoren als Team verstehen.
In diesem Sinne wird in diesem Konzept von der „Schulleitung“ gesprochen.

Selbstverständnis der Arbeit innerhalb der Schulleitung

Innerhalb der vorgegebenen Hierarchie arbeitet die Schulleitung kollegial und im Team.
Die Schulleitung nimmt ihre Vorbildfunktion wahr. Sie legt Zuständigkeiten innerhalb der Leitungsgruppe fest und macht sie für alle Mitglieder der Schulgemeinschaft transparent. Sie bezieht bei wichtigen Entscheidungen die am Schulleben beteiligten Gruppen mit ein und sorgt für die Transparenz der Entscheidungsprozesse.
Die Schulleitung stellt sich Konflikten und bewältigt diese konstruktiv und kooperativ.
Sie ist in ihrem Handeln verlässlich und offen.

Die Schulleitung arbeitet beständig an der Weiterentwicklung ihrer Professionalität, indem sie fachlichen und kollegialen Austausch mit anderen Schulleitungen pflegt, gezielt und re­gel­mäßig an Fort- und Weiterbildung teilnimmt und dafür Sorge trägt, dass persönlicher Lern­gewinn aus der Fort- und Weiterbildung der Schule zugute kommt.

Die Schulleitung evaluiert ihre Arbeit, um Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen und Veränderungsprozesse zu initiieren.

Schulische Qualitätssicherung

Die Schulleitung sorgt für die Umsetzung des Bildungsauftrages und sichert die Schulqua­li­tät. Die ständige Verbesse­rung der Qualität von Unterricht und Erziehung steht dabei im Mittelpunkt.
Die Schulleitung sorgt für die Entwicklung, Etablierung, Evaluierung und Fortschreibung von Methoden zur allgemeinen und fachspezifischen Qualitätssicherung in Zusammenar­beit mit den Leiterinnen und Leitern der Fachgruppen.
Die Schulleitung überprüft die Umsetzung von Qualitätssicherungsmaßnahmen und die Ein­haltung von Bildungsstandards.

Die Schulleitung versteht Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung als Daueraufgabe. Sie unterstützt den Austausch über pädagogisches Handeln und die gemeinsame Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten durch Schaffung eines entsprechenden Klimas und ge­eigneter Strukturen.

Personalentwicklung

Die Schulleitung sieht und gestaltet Personalentwicklung im engen Zusammenhang mit Schulentwicklung. Der Schulleiter nutzt unterschiedliche und vielfältige Möglichkeiten, um

ein genaues Bild von Stärken, Potenzialen und Veränderungsnotwendigkeiten der einzelnen Lehrkräfte zu erhalten. Er verschafft sich detaillierte Vorstellungen über die An­forderungssi­tuationen und Bedingungen, unter denen die einzelne Lehrkraft ihre Leis­tungen erbringt. Er berät und unterstützt die Lehrkräfte in der Unterrichts- und Erziehungs­arbeit, er erkennt und fördert Führungspotenziale.

Die Schulleitung ist sich der besonderen Verantwortung bei der Einarbeitung und Integra­tion von Berufsanfängerinnen und Berufsanfängern bewusst und berücksichtigt dies bei der Pla­nung und Organisation.
Die Schulleitung unterstützt Maßnahmen zu persönlicher Zusatzqualifizierung der Lehr­kräfte und deren Teilnahme an Veranstaltungen im Rahmen der Fortbildungsverpflichtung.

Führung und Schulmanagement

Die Schulleitung sichert die Einhaltung der dienstlichen Pflichten, erteilt die da­für notwendi­gen Weisungen und sorgt in Bezug auf die damit verbundenen Erwartungen und Forderun­gen für Klarheit.
Sie initiiert Veränderungsprozesse, fördert Ideen und Anregungen zur schulischen Weiter­entwicklung und sorgt für deren Nachhaltigkeit.
Sie fördert und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schulgemeinschaft und sorgt für einen pädagogischen Grundkonsens auf der Grundlage des Schulprogramms.

Die Schulleitung informiert und sichert Transparenz bei der Kommunikation mit allen am Schulleben beteiligten Gruppen.
Die Schulleitung ist verantwortlich für den reibungslosen Ablauf des Alltagsgeschäftes.

Sie geht mit den personellen und materiellen Ressourcen der Schule wirkungsvoll und sorg­fältig um, das heißt, sie handelt ökonomisch und ergebnisorientiert auch unter Berück­sichti­gung von Einzelinteressen.
Sie nimmt ihre Kontrollfunktion war und sorgt für die Durchsetzung getroffener Entschei­dun­gen.

Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb der Schule

Die Schulleitung sorgt für ein gutes Arbeitsklima. Dazu gehören eine transparente Kommu­ni­kation, Empathie und Beteiligung der Betroffenen bei Entscheidungen.

Sie pflegt eine intensive Zusammenarbeit mit den Vertretern der Eltern, der Schülerinnen und Schüler sowie dem Personalrat durch regelmäßige Gesprächstermine.
Alle Mitglieder der Schulleitung stehen für Einzelgespräche zur Information und Beratung zur Verfügung.
Die Konfliktbewältigung ist von gegenseitigem Respekt und einer konstruktiven Grundein­stellung unter Einbeziehung von schulischen Gesamtinteressen einerseits und Individual­inte­ressen der Beteiligten andererseits gekennzeichnet.
Die Schulleitung versteht das Greselius-Gymnasium als Bramscher Schule in Trägerschaft des Landkreises Osnabrück und sorgt für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadt Bramsche, dem Landkreis Osnabrück und den benachbarten Gymnasien.
Die Schulleitung pflegt eine intensive Zusammenarbeit und einen regelmäßigen Erfah-
rungsaustausch mit den Schulen in der Trägerschaft der Stadt Bramsche, insbesondere mit den Grundschulen, um für die Schülerinnen und Schüler einen möglichst reibungslosen Übergang von der Grundschule zum Gymnasium sicherzustellen.

Repräsentation der Schule nach außen

Die Schulleitung arbeitet im gesellschaftlichen Kontext und repräsentiert die Schule in der Öffentlichkeit. Sie fördert die Öffnung der Schule zu ihrem regionalen Umfeld, indem sie Kontakte und Kooperationen mit anderen Schulen und mit außerschulischen Lernpartnern herstellt und weiterentwickelt.
Die Schulleitung betreibt eine aktive Öffentlichkeitsarbeit, indem sie mit den Medien koope­riert und in Abstimmung mit den im Einzelfall verantwortlichen Lehrkräften dafür sorgt, dass Arbeitsergebnisse und Erfolge der Schule wirkungsvoll präsentiert werden.
Die Schulleitung vertritt die Interessen der Schule in einer konstruktiven Zusammenarbeit mit der Landesschulbehörde und dem Landkreis Osnabrück als Schulträger.

Weiterentwicklung und Zukunft

Die Schulleitung sorgt für die Weiterentwicklung des Greselius-Gymnasiums im regionalen Umfeld. Sie beobachtet und analysiert die gesellschaftlichen und kommunalen Rahmenbe­dingungen, achtet auf Veränderungen im sozialen Umfeld der Schule und übersetzt gesell­schaftliche Erwartungen an das öffentliche Bildungswesen für das Greselius-Gymnasium.
Die Schulleitung berücksichtigt die dabei gewonnen Erkenntnisse bei der Weiterentwick­lung der Schule, weist aber überhöhte Erwartungen in Bezug auf die Möglichkeiten der Schule, gesellschaftlich verursachte Probleme umfassend lösen zu können, zurück.
Die Schulleitung entwickelt Methoden und Instrumente zur regelmäßigen Selbstevaluation und zur Weiterentwicklung des Schulprogramms.

11. Schulordnung


Für ein produktives Lernen und Arbeiten am Greselius-Gymnasium ist sowohl ein rücksichtsvoller, umsichtiger und hilfsbereiter Umgang miteinander als auch eine sorgsame Behandlung der Schuleinrichtung sowie der Lehr- und Lernmittel unerlässlich. Daher sind folgende Regeln einzuhalten:

1. Vor und nach dem Unterricht:

    1. Die Klassenräume werden von den Lehrkräften erst unmittelbar vor Beginn der Unterrichtsstunden geöffnet und nach der 2., 4., 6. und letzten Unterrichtsstunde abgeschlossen. Letzteres erfolgt auch nach der 1., 3., 5. und 7. Stunde, wenn die Schülerinnen und Schüler in der nächsten Unterrichtsstunde nicht im Klassenraum unterrichtet werden.

    2. Fachräume werden von Klassen und Kursen nur im Beisein der unterrichtenden Lehrkraft betreten und wieder verlassen.

2. In den großen Pausen:

Die Schülerinnen und Schüler halten sich grundsätzlich auf den Pausenhöfen, auf dem Sportplatz oder in der Pausenhalle auf. Die Fahrradstände, die Parkplätze und der Bereich hinter der Turnhalle gehören nicht zu den Pausenhöfen.

3. Das Ende der großen Pausen wird drei Minuten vorher durch ein Klingelzeichen angekündigt. Mit diesem Klingelzeichen begeben sich die Schülerinnen und Schüler vor ihre Klassenräume.
Nachdem es zum Unterricht geläutet hat, halten sich die Schülerinnen und Schüler vor den Klassenräumen auf. Sofern der Lehrer fünf Minuten nach Beginn des Unterrichts nicht eingetroffen ist, verständigt der Klassensprecher bzw. der Kurssprecher das Sekretariat.

4. Schneeballwerfen ist verboten.

5. Jeder ist für die Sauberkeit und die Schonung des Schulinventars verantwortlich.

6. Essen, Trinken und Kaugummikauen ist während der Unterrichtsstunden in allen Unterrichtsräumen nicht erlaubt. Ausnahmefälle regelt die für die jeweils betroffenen Unterrichtsstunden verantwortliche Lehrkraft.

7. Am Vormittag stehen in den unterrichtsfreien Stunden die Pausenhalle oder die Cafeteria als Aufenthaltsräume zur Verfügung. Die Oberstufenbücherei kann von Schülerinnen und Schülern des Sekundarbereichs II genutzt werden. Für die Nutzung des Computerraums und von Computerarbeitsplätzen in anderen Räumen gilt eine besondere Ordnung.

8. Aus versicherungsrechtlichen Gründen ist Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 5 – 10 das Verlassen des Schulgeländes während der Schulzeit untersagt. Ausnahmen bedürfen der besonderen Genehmigung einer Lehrkraft.

9. Schülerinnen und Schülern sind die Nutzung und der Betrieb von Handys sowie privater Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik auf dem gesamten Schulgelände grundsätzlich nicht erlaubt. Ausnahmefälle regelt die jeweils verantwortliche Lehrkraft. Auf den „Waffenerlass“ wird ausdrücklich hingewiesen.

10. Veranstaltungen in der Schule dürfen nur in den von der Schulleitung zur Verfügung gestellten Räumen stattfinden.

Die reservierten Parkplätze dürfen von 7.00 Uhr bis 14.30 Uhr nur von Lehrkräften und Bediensteten der Schule benutzt werden.

Diese Schulordnung tritt auf Beschluss der Gesamtkonferenz vom heutigen Tage an in Kraft.

 

Bramsche, den 21.06.2006

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12. Studien- und Berufswahlvorbereitung

Maßnahmen zur Berufsorientierung am Greselius-Gymnasium Bramsche

Die Schülerinnen und Schüler werden regelmäßig über die altersgemäßen Veranstaltungen zur Berufsinformation und Berufsfindung (Hochschulinformationstage, Jobbörsen, Berufsinformationsveranstaltungen durch Verbände etc.) informiert. In den Jahrgangsstufen 7 – 10 sind hier die Klassenlehrer bzw. die Politiklehrer zuständig. Für die Jahrgänge 10 bis 12 werden altersbezogene Informationen (Ausbildungsplatzangebote, Angebote zu einem freiwilligen sozialen Jahr etc.) zudem gezielt ausgehängt. Des Weiteren werden die zahlreichen Informationsbroschüren für alle Schülerinnen und Schüler zur Mitnahme ausgelegt, bei besonders empfehlenswerten Veranstaltungen (z.B. Veranstaltungsreihe des Rotary-Clubs) an die Schülerinnen und Schüler verteilt.

Für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 bis 9 besteht die Möglichkeit der Teilnahme am Zukunftstag. Die Teilnahme wird durch einen beim Klassenlehrer einzureichenden Erfahrungsbericht dokumentiert.

In den einzelnen Jahrgangsstufen sind folgende, z.T. verpflichtende, Angebote zur Berufsorientierung vorgesehen:

Jahrgang 8:

  • Teilnahme an der Jobbörse/ Ausbildungsplatzbörse an der Realschule.

  • Teilnahme an Informationsveranstaltungen der Bundeswehr (Infotruck).

Jahrgang 9:

  • Teilnahme an der Jobbörse/ Ausbildungsplatzbörse an der Realschule.

  • Teilnahme an Informationsveranstaltungen der Bundeswehr (Infotruck).

  • Teilnahme am nachmittäglichen Bewerbertraining, durchgeführt durch Vertreter ortsansässiger Krankenkassen, Banken etc.

  • Verpflichtende Teilnahme am Besuch des Berufsinformationszentrums in Osnabrück.

Jahrgang 10:

  • Teilnahme an Informationsveranstaltungen der Bundeswehr, Thema „Arbeitgeber Bundeswehr“.

  • Teilnahme an Informationsveranstaltungen eines Fremdspracheninstituts (IDF, Osnabrück).

  • Teilnahme an persönlichen Gesprächen zur Berufsberatung mit einem Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit.

  • Verpflichtende Teilnahme am zweiwöchigen Betriebspraktikum, ggf. auch im Ausland.

Jahrgang 11:

  • Teilnahme an Informationsveranstaltungen der Bundeswehr, Thema „Arbeitgeber Bundeswehr“.

  • Teilnahme an Informationsveranstaltungen eines Fremdspracheninstituts (IDF, Osnabrück).

  • Teilnahme an persönlichen Gesprächen zur Berufsberatung mit einem Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit.

  • Verpflichtende Teilnahme an einer Informationsveranstaltung zu einem Auslandsstudium in den Niederlanden, durchgeführt von Studenten der Hochschulen Enschede.

Jahrgang 12:

  • Teilnahme am Hochschulinformationstag der Osnabrücker Universitäten (Besuch von mindestens drei Pflichtveranstaltungen).

  • Teilnahme an einer Informationsveranstaltung zu einem Auslandsstudium in den Niederlanden, durchgeführt von Studenten der Hochschulen Enschede.

  • Teilnahme von Schülerinnen und Schülern mit mathematisch/ naturwissenschaftlichem Schwerpunkt an einem Seminar „Bewerbung und vertiefende Berufsorientierung“ der VME-Stiftung. Angeschlossen sind die Besichtigung eines Bramscher Unternehmens und ein Gespräch mit dort arbeitenden jungen Ingenieuren.

  • Teilnahme von Schülerinnen und Schülern mit mathematisch/ naturwissenschaftlichem Schwerpunkt am Tag der Mathematik/ Physik der Universität Oldenburg.

  • Teilnahme der Schülerinnen und Schüler der Chemiekurse an einer Informationsveranstaltung mit einem ehemaligen Schüler des Greselius-Gymnasiums, der derzeit in den Vereinigten Staaten als promovierter Chemiker arbeitet.

  • Teilnahme am Unternehmensplanspiel Management Information Game (MIG) im Rahmen des Politikunterrichts.

  • Teilnahme an den Berufsinformationsveranstaltungen des Rotary-Clubs. Die Teilnahme an Veranstaltungen dieser Reihe wird durch die Kurslehrer besonders empfohlen. Jede Schülerin und jeder Schüler erhält in diesem Zusammenhang ein Programm ausgehändigt.

  • Teilnahme an Informationsveranstaltungen der Bundeswehr, Thema „Arbeitgeber Bundeswehr“.

  • Teilnahme an Informationsveranstaltungen eines Fremdspracheninstituts (IDF, Osnabrück).

  • Teilnahme an persönlichen Gesprächen zur Berufsberatung mit einem Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit.

Jahrgang 13:

  • Teilnahme an den Berufsinformationsveranstaltungen des Rotary-Clubs. Die Teilnahme an Veranstaltungen dieser Reihe wird durch die Kurslehrer besonders empfohlen. Jede Schülerin und jeder Schüler erhält in diesem Zusammenhang ein Programm ausgehändigt.

  • Teilnahme an einer Informationsveranstaltung zu einem Auslandsstudium in den Niederlanden, durchgeführt von Studenten der Hochschulen Enschede.

13. SV (Schülervertretung)

Die SV besteht aus dem vom Schülerrat (d.h. von den Klassensprechern) gewählten Schülersprecher und seiner Vertreter sowie aus zusätzlichen Schülern, die am Schuljahresbeginn ebenfalls vom Schülerrat gewählt werden. Der Schülersprecher sitzt außerdem dem Schülerrat vor und übernimmt repräsentative Aufgaben. Er koordiniert die Arbeit der SV und steht in regem Kontakt mit der Schulleitung.

Ziel der SV ist es, die Identifikation der Schüler mit dem Greselius-Gymnasium zu fördern, das Schulklima zu stärken und allen Schülern, Lehrern und Eltern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Schülerratssitzungen finden regelmäßig statt, um einen guten Informationsfluss zu gewährleisten und zeitnahe Beratungen zu ermöglichen.

Die SV übernimmt wichtige Aufgaben im Schulalltag

  • Vermittlung innerhalb der Schülerschaft und zwischen Lehrern und Schülern
  • Hilfe und Unterstützung bei von Schülern initiierten Aktionen
  • Organisation diverser Aktionen bei besonderen Anlässen
  • Planung und Durchführung von regelmäßigen Aktionen und Veranstaltungen, auch in Zusammenarbeit mit dem GreselForum:
  • Nikolaus- und Valentinsaktionen
  • Schulball
  • Weihnachtsbasar
  • Sommerfest
  • Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage
  • Music & Motion

Die Schülerschaft wird außerdem durch Vertreter in der Gesamtkonferenz, im Schulvorstand und in Fachkonferenzen repräsentiert. Diese werden ebenfalls vom Schülerrat gewählt.

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