• Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size

Geschichte

Drucken PDF

Greselius-Gymnasium Bramsche - Geschichte

Geschichte – ein Fach stellt sich vor

Geschichte gehört seit vielen Jahren zum Kern des Kanons gymnasialer Bildung. Ziel des Unterrichts ist es, bei Schülerinnen und Schülern ein Geschichtsbewusstsein zu wecken. Dieses Geschichtsbewusstsein wird verstanden als konstitutiver Bestandteil der individuellen und kollektiven Prägung jedes Menschen. Auch die Schülerinnen und Schüler kommen ja nicht als „unbeschriebene Blätter“ in den Unterricht: Elternhaus, persönliche Prägungen, religiöse und weltanschauliche Einstellungen, gesellschaftliche Gruppen, nicht zuletzt die Medien tragen zu solchen Bewusstseinsstrukturen bei. Sie umfassen unsere Vorstellungen von Zeitentwicklungen, von Kontinuität und Vergänglichkeit ebenso wie Vorstellungen über politische, soziale oder ökonomische Strukturen und moralische Kategorien. Unsere eigene Identitätsfindung (regionale Verankerung, nationale Identität, religiöse, kulturelle, soziale Selbstdefinition, anthropologisches Selbstverständnis) basiert auf diesen tradierten Denkmustern. Der Geschichtsunterricht soll die Existenz solcher Bewusstseinsstrukturen bewusst machen und sich mit ihrer Entstehungsgeschichte und ihrer Legitimation rational auseinandersetzen. Geschichtsunterricht ist also nicht Auseinandersetzung mit „ollen Kamellen“ oder irgendeinem Wissensstoff, sondern letztlich die Auseinandersetzung mit Bewusstseinsstrukturen, die uns heute prägen und von daher gesellschaftliche Entscheidungsprozesse beeinflussen. Wenn Geschichtsunterricht „klappt“, gelingt es immer öfter, dass Schülerinnen und Schüler auf Fragen oder Probleme stoßen, die sie selbst betreffen. Der Anspruch der rationalen Auseinandersetzung wird methodisch schon in den Klassen 5 bis 7, v. a. aber in den Klassen 9 und 10 durch die kritische Auseinandersetzung mit historischen Quellen eingelöst. Was hier zur „Grundlegung wissenschaftspropädeutischen Lernens“ beiträgt, macht noch einmal deutlich, dass Geschichte nicht als „abrufbare Ereigniskette“ verstanden wird, sondern als Deutung historischer Prozesse, die sich aus einer Vielzahl divergierender Perspektiven bildet. Ist der Geschichtsunterricht von Klasse 5 bis 10 einerseits chronologisch (von den ersten Hochkulturen bis zum Ost-West-Konflikt) strukturiert, so sorgt das oben skizzierte Konstruktionsprinzip der Problemorientierung dafür, dass Grundprobleme menschlichen Zusammenlebens (Herrschaft und Freiheit, Krieg und Frieden, Menschenbild und Weltdeutung u. a.) die Themeneinheiten prägen. Der „Stoff“ wird also nicht nur reduziert, sondern hat sich auch übergeordneten Fragestellungen unterzuordnen. Diese Prinzipien werden im Geschichtsunterricht der Oberstufe noch präzisiert und vertieft. Mit einer Vielzahl unterschiedlicher methodischer Ansätze sollen verschiedene Dimensionen historischer Erfahrung (Politik-, Wirtschafts-, Sozial-, Kultur-, Geschlechter-, Umweltgeschichte) durch die Jahrtausende menschlicher Existenz untersucht werden.

nach oben

Geschichtslehrerinnen und -lehrer am Greselius-Gymnasium

Das Fach Geschichte wird am Greselius-Gymnasium Bramsche im Augenblick von folgenden 13 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet:

Frau StR' Albrecht

Herr StR Ast

Herr StR Dähnis

Frau AdL Erdmann

Herr OStR Jacobi

Frau StR' Krech

Frau StR' Oberpenning

Herr StR Roy

Herr OStR Stich

Frau StR' Struckmeier

Herr StD Trabant

Herr StR Weisbrich

Herr OStR Wilmes

nach oben

Unterrichtsinhalte in den Klassen 5 und 6

Die Unterrichtsinhalte in den Klassen 5 und 6 orientieren sich an den vom niedersächsischen Kultusministerium herausgegebenen Kerncurriculum für das Gymnasium. Inhalte sind vornehmlich Unterrichtsgegenstände zur Herausbildung von Identitäts- und Zeiterfahrung, Themen, die der familiären, örtlichen und regionalen, bundesrepublikanischen und europäischen Geschichte entstammen. In dieser Phase werden die Schüler verpflichtend mit der Geschichte des eigenen Umfeldes vertraut gemacht. Danach wird der Zeitraum von der Steinzeit über die Hochkulturen und die Antike (v. a. Ägypten, Griechenland, Rom) bis zum frühen Mittelalter Gegenstand gemeinsamer Überlegungen des Lehrers und der Schüler/innen. In der Klasse 5 wird das Fach ganzjährig zweistündig, in Klasse 6 epochal, in einem Halbjahr zweistündig, unterrichtet. Grundlage des Unterrichts ist das Lehrwerk „Geschichte und Geschehen“, Band 1/2, aus dem Klett-Verlag.

nach oben

Unterrichtsinhalte in den Klassen 7 bis 10

Auch in diesen Klassenstufen wird der Unterricht zweistündig erteilt. Thematisch erstreckt er sich auf der Grundlage des Kerncurriculums auf die Bereiche Mittelalter, Neuzeit und Zeitgeschichte bis zur Einheit Deutschlands im Jahre 1990. Als Lehrwerke werden im Augenblick die entsprechenden Bände „Das waren Zeiten“ aus dem Buchner-Verlag verwendet.

nach oben

Unterrichtsinhalte in der Kursstufe

Der Unterricht in der Kursstufe erfolgt in Kursen auf grundlegendem bzw. erhöhtem Niveau, die vierstündig unterrichtet werden. Die Themen sind in beiden Kursen gleich. Weiterhin besteht die Möglichkeit, einen zweistündigen Geschichtskurs als Ergänzungsfach zu belegen.

 

Im Hinblick auf das Zentralabitur 2011 sind auf der Grundlage der thematischen Schwerpunkte folgende Kursthemen vorgesehen:

11.1: Die Epoche der französischen Revolutionen 1789 bis 1848

11.2: Entstehung und Ausbreitung des Sowjetkommunismus im 20. Jahrhundert

12.1: Die beiden deutschen Staaten 1949-1990 - ein Wettbewerb der Systeme

12.2: Thema ist frei nach Maßgabe der Rahmenrichtlinien mit den Schülern abzusprechen.

nach oben

Aus der Arbeit der Fachkonferenz Geschichte

Die Leistungsbeurteilung im Fach Geschichte erfolgt vor allem auf Grundlage der mündlichen sowie sonstigen Beteiligung im Unterricht und durch anzufertigende schriftliche Arbeiten.

In einem Beschluss der Fachkonferenz wurde festgelegt, dass im Fach Geschichte in den Klassen 5 bis 10 in jedem Halbjahr eine schriftliche Arbeit geschrieben werden muss. Die Note dieser Arbeiten soll ein Drittel der Zeugnisnote ausmachen.

In der Oberstufe fließen in den Kursen auf grundlegendem wie auf erhöhtem Niveau bei zwei zu schreibenden Klausuren pro Halbjahr mündliche/sonstige und schriftliche Leistungen zu je 50% in die Bewertung ein. Wird in einem Halbjahr nur eine Klausur geschrieben, wird diese mit 40% für die Kursnote gewichtet. Im zweistündigen Geschichtskurs zählt die zu schreibende Klausur ein Drittel.

Die Fachkonferenz hat eine verbindliche Methodenkompetenz für die einzelnen Jahrgangsstufen festgelegt:

Klassenstufe Methode Thematischer Bezug
5
  • Zeitzeugen befragen
  • Informationen präsentieren
  • Zeitleiste / Zeitrolle herstellen
  • Lehrbuchtexte erschließen
  • Bilder zum Sprechen bringen
  • Zeit- und Identitätserfahrungen in Gegenwart und Vergangenheit 
  • Menschen in vorgeschichtlicher Zeit
  • Die ägyptische Hochkultur
6
  • Geschichtskarten verstehen und auswerten
  • Schriftliche Quellen untersuchen
  • Schaubilder erstellen / Informationen präsentieren
  • Das antike Griechenland
  • Die römische Antike 
  • Der Übergang von der Antike zum Mittelalter
7-8
  • Rollenspiele
  • Interviews
  • Debatten
  • Lebensformen im Hoch- und Spätmittelalter
  • Religiöse und politische Machtstrukturen im Hoch- und Spätmittelalter
  • Renaissance, Humanismus, Entdeckungsreisen
  • Reformation und Glaubenskriege
  • "Absolutismus" und Aufklärung
  • Die bürgerlichen Revolutionen in Europa
  • Industrielle Revolution und Industrialisierung

ab 9

  • Karikaturen analysieren und interpretieren
  • Referate
  • Internetrecherche
  • Kaiserreich, Imperialismus und Erster Weltkrieg
  • Veränderungen in Europa und die Weimarer Republik
  • Zeit des Nationalsozialismus - Ideologie und Herrschaftspraxis
  • Geschichte Deutschlands nach 1945 im europäischen und internationalen Kontext

nach oben

Besondere Aktivitäten

 nach oben