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Geschichte hautnah - Holocaust-Überlebende erzählt aus ihrem Leben

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Man musste stellenweise schlucken, als Henriette Kretz erzählte, was sie als junges Mädchen erlebt hat. Die gebürtige Polin, 1934 als Tochter eines jüdischen Arztes, war am 7. April 2011 zu Besuch am Greselius-Gymnasium und schilderte ihre traumatischen Kindheitserinnerungen. Die Zuhörer, vier siebte Klassen, erfuhren dabei, wie sie als junges Mädchen mit ihrer Familie vor den heranrückenden deutschen Soldaten aus Lwiw (Lemberg, in der heutigen Ukraine) ins benachbarte Sambor floh und wie sie von der Gestapo verhaftet und ins Gefängnis gebracht wurde. Kurz bevor sie nach Auschwitz deportiert werden konnte, schaffte sie es, während eines Zwischenfalls, bei dem ihr Vater und ihre Mutter erschossen wurden, zu entkommen. In verschiedenen Verstecken überlebte sie die Zeit des nationalsozialistischen Terrors. Bewegend und beeindruckend, frei von Hass und Bitterkeit, sprach die heute in Antwerpen lebende Zeitzeugin von dem düstersten Kapitel unserer Geschichte. Schließlich appellierte sie an die Schülerinnen und Schüler, sich von Vorurteilen freizumachen und friedlich miteinander zu leben, damit sich Ähnliches nicht noch einmal ereignet. Der Besuch von Frau Kretz hat Eindruck hinterlassen, einen Eindruck, den kein Geschichtsbuch vermitteln kann.